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03.08.17 14:05 Alter: 14 days

Die Zahlen auf dem Ostbrandenburgischen Arbeitsmarkt haben sich im Juli leicht rückläufig gestaltet

Jochem Freyer: „Es war ein Monat voller Bewegung”

Zogen Bilanz: Frank Mahlkow, Geschäftfüh-<br />rer vom Jobcenter und Agenturchef Jochem<br /> Freyer. 	Foto: Katja Gehring

Zogen Bilanz: Frank Mahlkow, Geschäftfüh-
rer vom Jobcenter und Agenturchef Jochem
Freyer. Foto: Katja Gehring

Ostbrandenburg (geh). Die Zahl der Arbeitslosen ist auch im Juli in der Region weiter leicht gesunken.

„Es war eine Monat voller Bewegung”, schätzt Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) den Juli ein. Im gesamten Agenturbezirk stehen 3.000 offene Arbeitsstellen zur Verfügung. Das werde für Arbeitgeber immer mehr zum Problem. Wer eine Fachkraft gefunden hat, wolle sie halten. „Es wird deutlich weniger befristet eingestellt”, merkt Freyer an. „Selbst in Teilen des öffentlichen Dienstes, der sich in den Vorjahren dabei auch nicht mit Ruhm bekleckert hat.”
Im Juli waren im Agenturbezirk insgesamt 15.429 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 37 weniger als im Juni und 2.141 weniger als im Juli 2016. Die Arbeitslosenquote liegt weiter unter der 7-Prozent-Marke bei 6,9 Prozent. Vor genau zwölf Monaten lag sie bei 7,8 Prozent.
Speziell für das Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) gestalten sich die Zahlen ähnlich. Im Geschäftsstellenbezirk hat sich die Arbeitlosigkeit von Juni auf Juli geringfügig um elf auf 2.601 Personen verringert. Das waren 382 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 8,8 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 10,0 Prozent. Dabei meldeten sich 601 Personen neu oder erneut arbeitslos, 101 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 616 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.379 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Minus von 523 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 4.534 Abmeldungen von Arbeitslosen.
Der kleine Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sei laut Freyer unüblich. Eigentlich steigt die Zahl der Arbeitslosen im Juli an, unter anderem weil Jugendliche ihre Lehre beenden und ein nahtloser Übergang meist nicht stattfindet. Das habe aber auch einen positiven Nebeneffekt. Jochem Freyer: „Arbeitgebern bietet sich dadurch ein Pool aus frisch gebackenen Fachkräften, die motiviert sind, ihre ersten Schritte auf dem Arbeitsmarkt zu tun. Wir können sie angesichts des anhaltend hohen Stellenangebots gut gebrauchen und versuchen, zeitnah zu vermitteln,” verspricht Freyer.
Der anhaltend positive Trend und die sinkenden Arbeitslosenzahlen seien auch im Bereich des Jobcenters Frankfurt (Oder) zu spüren, so Frank Mahlkow, Geschäftsführerin des Jobcenters. Bei den 1.956 im SGB II-Bereich gemeldeten Arbeitslosen handele es sich vorwiegend um Ältere oder um Menschen mit gravierenden persönlichen Problemen und ohne Schulabschluss. Frank Mahlkow und seine Mitarbeiter wollen sich ihnen besonders annehmen. Er sagt: „Ich bin froh, dass wir mit ausreichend Geld ausgestattet sind”.
Ausbildung ist in diesen Wochen ein großes Thema in Agentur und Jobcenter. In Ostbrandenburg waren im Juli laut Agenturstatistik 955 Lehrstellen gemeldet und noch 1.081 Jugendliche auf der Suche danach. Unversorgte Jugendliche können sich im Berufsinformationszentrum (Biz) melden. Jochem Freyer: „Eine Berufsausbildung ist die beste Chance, im Leben klarzukommen”.


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