Nachrichten aus Ihrer Region

21.12.12 09:49 Alter: 5 yrs

Frankfurt-Touristik im Internet

Viele Pläne und Ideen - es mangelt allerdings am Geld

Diskussion in gemütlicher Atmosphäre: Olaf Gersmeier, <br />Milena Manns und Dr. Alexandra Kankeleit (von links). 	<br />Foto: Eberhard Fordinal

Diskussion in gemütlicher Atmosphäre: Olaf Gersmeier,
Milena Manns und Dr. Alexandra Kankeleit (von links).
Foto: Eberhard Fordinal

Frankfurt/Oder (for). Zur letzten Sitzung des Stadtteilforums Mitte hatte Olaf Gersmeier alle Mitglieder und Interessierten in das „Verbuendungshaus Fforst“, in die Forststraße eingeladen.

Bisher fanden die Sitzungen in der Universität Viadrina statt. „Wir haben uns entschlossen, den Raum zu wechseln, sind nun von der Viadrina hier in die Forststraße umgezogen“, so Olaf Gersmeier. „Hier im Fforsthaus ist der Vorteil, dass es recht gemütlich ist, die Küche genutzt werden kann und es bei Gebäck und Glühwein richtig weihnachtlich wird“, zählt Olaf Gersmeier die Vorteile der neuen Räumlichkeit auf. Vom Glühwein konnte Polizeioberkommissar Peter Kanzler leider nicht kosten, denn er war im Dienst, kam als Vertretung für die Revierpolizistin hierher. Heute ging es um das Thema „Tourismus“, dazu waren auch Petra Janke vom Tourismusverein und die Tourismusbeauftragte der Stadt, Dr. Alexandra Kankeleit, eingeladen. Nach der Begrüßung durch Olaf Gersmeier übernahm Alexandra Kankeleit als Projektbeauftragte auch gleich das Wort. Sie sprach über den (schon lange) geplanten Bau zweier Schiffe für den Tourismus auf der Oder, der aber auf sich warten lässt. Dann verwies sie auf vorhandene Sehenswürdigkeiten: „Mit den Oderwiesen, dem Ziegenwerder, Lossow und der Steilen Wand sowie dem Helenesee haben wir attraktive Naturdenkmäler.“
Dazu komme die geballte Kultur in Frankfurt mit dem Museum Junge Kunst, dem Museum Viadrina, der Marienkirche und dem Kleist-Museum. Das müsste mehr beworben werden und besonders der Internetauftritt muss verbessert werden, muss stärker genutzt werden, so Alexandra Kankeleit. In der Diskussion wurden dann Vorschläge gemacht wie: „Es müssten einfach Tafeln zur Erklärung der Fenster in der Marienkirche für jede/n lesbar angebracht werden.“ Dann gab sie einige Heftchen herum wie den „Kulinarischen Reiseführer des Mittleren Odertals“ und „Entlang der Europäischen Route der Backsteingothik“, sprach über den Oder-Neiße-Radweg, ging auf die Kleistroute (Projekt der Euro-Region) ein und gab einen umfassenden Bericht über Maßnahmen und Aktivitäten zu Jubiläen und Gedenktagen. Auch auf ein gemeinsames Projekt mit Milena Manns ging Alexandra Kankeleit ein: „In Frankfurt sind die Teufel los.“ Da sollen die Frankfurterinnen und Frankfurter ihre Lieblingsbilder auswählen, die sich gegen die weitere Dezentralisierung der Stadt und gegen weitere Großmärkte wenden. So zeigte sie ein Bild, auf dem ein riesiger Saurier den Oderturm annagt, mit dem Titel „Keine Saurier mehr in Frankfurt“.
Eine weitere völkerverbindende Aktion sind die Kinderbilder aus Frankfurt und Slubice. Frankfurter Kinder malen Slubice, Slubicer Kinder malen Frankfurt. In der Mitte ist immer die Oder. Dann werden die Zeichnungen zusammengesetzt und ergeben interessante Sichtweisen aus Kinderaugen von beiderseits der Oder.
Viele Vorschläge gab es zum Thema „Wie und mit welchen Mitteln kann Frankfurt für auswärtige Gäste erlebbar gemacht werden?“ So wurde ein Gästeführer vorgeschlagen, ein roter Faden in Erwägung gezogen oder Glaskästen mit Schautafeln. Wichtigste Aussage war: „Die Frankfurt-Touristik im Internet muss unbedingt verbessert werden. Ein visionärer Vorschlag, eine Idee für die Zukunft, war, ein Handyprogramm zu gestalten, sodass jede und jeder beim Spaziergang durch Frankfurt alles sehen und dazu die Informationen abrufen kann. Kritisiert wurde, dass es schon lange keine Personenschifffahrt auf der Oder mehr gibt, das letzte Boot ging in Insolvenz.
Im Weiteren ging es um Visionen für die nahe Zukunft. So sollen spezielle touristische Angebote für Behinderte geschaffen werden. Gedruckte Stadtpläne und Stadtführer für Behinderte  und ein deutsch-polnischer Tourenguide für Behinderte sollen geschaffen werden. Dazu gab es die Feststellung, dass in Frankfurt (Oder) derzeit 12.000 behinderte Menschen leben. Dazu gehören auch die Seh- und Hörbehinderten sowie chronisch Kranke – Tendenz steigend. Dazu Petra Janke: „Kein Geschäft in der Karl-Marx-Straße ist barrierefrei.“
Zu den nächsten Aufgaben im Tourismus gehören die Realisierung des Projekts die „Oder 2014 für Touristen“, die Befahrung der Oder durch touristische Kreuzfahrtschiffe, die stärkere Nutzung der Oder durch Wassersportler/-innen, der Ausbau und die Vermarktung des Winterhafens Marina II und die touristische Vermarktung und Nutzung des Hafens von Slubice.


Diese Seite weiterempfehlen!
Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - obligatorisches Feld

*





*
*

Meist gelesen

„Für eine barrierefreie Stadt“

Die Sparsamkeit zahlt sich aus

- Von Hartmut Kelm - Die...

Bruchkultur gegen CO2-Endlager

Meist kommentiert

Umstrittener Ausbau erntet Kritik

Die Freie Szene ist einig, wenn es...

Bruchkultur gegen CO2-Endlager

- Von Hartmut Kelm - Die...

Die Bildergalerien
Das E-Paper
 
Der OderlandSpiegel Ausgabe Frankfurt (Oder)
Der OderlandSpiegel Ausgabe Märkisch-Oderland
Der OderlandSpiegel Ausgabe Eisenhüttenstadt
Der OderlandSpiegel Ausgabe Beeskow
Der OderlandSpiegel Ausgabe Fürstenwalde
Lesen Sie hier die aktuelle polnische Ausgabe des OderlandSpiegels
(Zakupy za Odra)
weitere Ausgaben
Sonderprodukt des Verlags
Der ÄrzteSpiegel BSK/FW 2016
Sonderprodukt des Verlags
Der ÄrzteSpiegel 2016