Was nachhaltige Massivholzmöbel auszeichnet und worauf Sie beim Kauf achten sollten

Mann vor einer Bretterwand

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Möbel aus Naturholz bzw. Massivholz sind beliebter denn je. Sie umgibt eine Aura von Qualität, Natürlichkeit, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und vor allem von Nachhaltigkeit. Keine Farben, nur umweltfreundliche Lacke – nichts, was ansatzweise schädlich sein könnte. Wir gehen der Frage nach, warum Möbel aus Massivholz so beliebt sind und worauf man beim Kaufen Acht geben sollte.

Warum sind Massivholzmöbel so beliebt?

Massivholzmöbel werden direkt aus Stücken eines Baumstammes gefertigt. Die meisten anderen Schränke, Tische oder Stühle dagegen bestehen aus zersägten Holzfasern, die per Klebemasse zusammengepresst wurden. Anschließend werden sie mit einer Lackierung überzogen, oder eine künstlichen Obefläche, damit sie glatt sind. Bei Massivholz dagegen sieht man noch echte Jahresringe und natürliche Strukturen.

Der Unterschied liegt darin, dass bei Industrie-Möbeln zahlreiche Chemikalien eingesetzt werden, die sich dann dauerhaft im Material befinden. Bei Naturprodukten dagegen wird auf solche Stoffe verzichtet.

Die natürliche Holzstruktur von Massivholz sorgt dafür, dass Feuchtigkeit gespeichert wird. Im Winter, wenn die Raumluft trocken ist, wird sie abgegeben. So wird das Klima in geheizten Räumen deutlich angenehmer.

In der Gesellschaft hat das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine große Bedeutung erlangt. Firdays for Future und Greta Thunberg dominierten vor der Covid 19 – Krise die Schlagzeilen. Ein solcher Wandel schlägt sich allgemein auch in veränderten Kaufgewohnheiten nieder. Früher gab man sich mit billigen Produkten zufrieden, heute greift man zu Ethnicraft oder anderen bekannten Herstellern für natürliche Holzmöbel.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Nachhaltige Holzproduktion bedeutet, dass in Ländern mit großen Waldvorkommen spezielle Flächen für diesen Zweck genutzt werden. Dort werden Bäume ausgeschlagen und gleichzeitig neue herangezüchtet. In Summe verändert sich der Baumbestand niemals, sondern bleibt immer konstant. Das heißt, die Menge der Rohdung bleibt stets konstant. Solche großen Waldflächen gibt es vor allem in Russland, USA, Kanada, Skandinavien oder in der Region um den Balkan.

Leider gibt es aber auch Negativbeispiele. In vielen afrikanischen Ländern oder in Südamerika wird eben nicht nachhaltig gearbeitet. Dort wird Dschungel abgeholzt, ohne dass immer eine entsprechende Menge nachwächst.

Damit Kunden dies unterscheiden können, haben einige Organisationen Siegel eingeführt, anhand derer Sie das erkennen. Allen Voran gibt es das FSC Siegel, es ist das wohl bekannteste. Greenpeace hat sich aufgrund von Unstimmigkeiten aus dem Verein zurückgezogen. Dennoch gilt das FSC-Logo als eines der aussagekräftigsten zum Thema nachhaltige Waldwirtschaft.

Das deutsche Umweltbundesamt klassifiziert das PEFC Siegel ebenfalls als empfehlenswert. Es kennzeichnet Holz, das überwiegend aus nachhaltiger Bewirtschaftung stamm. In Deutschland sind das ohnehin zwei Drittel aller Flächen.

Neben den oben genannten Kennzeichnungen gibt es im deutschen Raum noch das Naturland-Logo, welches ebenfalls ein Zeugnis für Nachhaltigkeit ist. Problem dabei ist nur, dass es ein sehr lokales Zeichen ist und in Sachen Bekanntheit nicht zu den am weitesten verbreiteten zählt.

Achten Sie zudem darauf, dass das Holz Jahresringe hat. Hat es diese nicht, dann kann es nur aus den Tropen stammen und nicht aus Europa. Auch in den Tropen gibt es Flächen, die nachhaltig bewirtschaften. Allerdings sollte dann das internationale FSC-Siegel darauf sein.

Fazit: Massivholzmöbel

Ein Trend zu Massivholz ist auf jeden Fall erkennbar. Experten gehen davon aus, dass dieser sogar noch zunehmen wird. Insbesondere deshalb, weil Umwelt und Natur gerade bei jüngeren Menschen eine so große Rolle spielen. Jeden Tag wird die Menge dieser Gruppe größer.

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