Eisenhüttenstadt (hn). Zum „Fazit am Vormittag” hatte das Eisenhüttenstädter Friedenshaus anlässlich seines 10. Geburtstages eingeladen.

Viele Gäste und Mitstreiterinnen und Mitstreiter fanden sich ein, um zu gratulieren und Bilanz zu ziehen. Zu den Prominenten, die den Weg ins Friedenshaus fanden, gehörte Staatssekretärin Diana Trochowski aus dem brandenburgischen Finanzministerium und Max Nieschalk, Filialleiter der Sparkasse Oder-Spree in der Fürstenberger Geschäftsstelle.
Nachdem im Jahr 2006 die Idee der Gründung einer Stiftung mangels Voraussetzungen ad Acta gelegt werden musste, sprangen die Leute des Brandenburgischen Finanzministeriums mit einer Zuwendung aus dem Lottofonds ein, so dass das Vorhaben, ein Friedenshaus zu gründen, in Angriff genommen werden konnte.
Als „Denk mal Am Wall” sollte es künftig Friedensaktivitäten initiieren. Doch zuvor galt es, die materielle Basis dafür zu schaffen - Kauf der Immobilie, deren Sanierung und letztlich das Organisieren der Vereinsarbeit.
Zu den Aktivisten der ersten Stunde gehörten neben Mechthild Tschierschky Hartmut Strobel, Ludnilla Hypius, Torsten Lohs und Ilona Weser. Zu den traditionellen Aktivitäten des Friedenshauses zählt die jährliche Durchführung des bereits über die Region hinaus bekannten Eisenhüttenstädter Friedensforums, das seine nächste Auflage unter dem Titel „Auf Dich kommt es an, auf uns alle...” am 10. September 2016 ab 9 Uhr im Roten Café in der Lindenallee erfährt. Diese Veranstaltung ist öffentlich, der ehemalige EKO-Chef und erfahrene Internationalist Dr. Karl Döring wird darin als Hauptredner auftreten.
Mechthild Tschierschky hatte Vieles zu resümieren, vom ersten Handschlag im neu erworbenen Haus über die Aktion zur Rettung des Fleischkombinates, die Verhinderung der Privatisierung des Krankenhauses bis hin zum allwöchentlichen „Puffertag” am Donnerstag. Letztlich blieb die Frage, ob alle Mühen den Frieden sicherer gemacht haben. „Die Antwort bringen die Nachrichten der Gegenwart”, antwortete Tschierschky, die in Wehmut jener gedachte, die heute nicht mehr unter uns weilen - Klaus Johne, Helga Böhnisch und Ludmilla Hypius. Ihren Dank sprach die Referentin jenen aus, die die Arbeit des Denkmal Am Wall seit Anbeginn unterstützen, darunter Toni Drose, die Firmen Käseberg und Klischke Jörg Mernitz, Marktkauf Eisenhüttenstadt, Ziltendorfs Bürgermeister Danny Langhagel, dem Bauordnungsamt, der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie den Nachbarn, die des Öfteren nach dem Rechten sehen.
Die Anwesenden wünschten weitere Erfolge in der Friedensarbeit.