Frankfurt/Oder (gla). Das zweiwöchige Kunstfestival „ART an der Grenze“?wurde eröffnet.

Vor einer Woche füllte sich die Fußgängerzone der Großen Scharrnstraße mit Menschen. Die Festivalskoordinatoren Malwina Szczypta und Daniel Fochtmann, Frankfurts Beigeordneter Markus Derling, S?ubices stellvertretender Bürgermeister Roman Sieminski und Janine Nuyken, Vizepräsidentin der Europa-Universität Viadrina hielten die Begrüßungsreden. Markus Derling beschrieb dabei ART an der Grenze als „ein unheimlich bereicherndes Festival im Kulturkalender unserer Städte“. Gerade in Zeiten der Abgrenzung könnten „Kunst und Kultur Brücken bauen, die wir dringend nötig haben“.
Im Anschluss an die Eröffnungsreden hatten Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, die Ausstellungen in der Großen Scharrnstraße 23a und 14a zu besichtigen. Später spielten die polnische Indiepop-Folk-Band „Paula & Karol“ und der Frankfurt-S?ubicer Kneipenchor.
Insgesamt 13 Kunstschaffende von beiden Seiten der Oder stellen bei ART an der Grenze dieses Jahr ihre Werke aus. Das Spektrum reicht von klassischer Malerei über Skulpturen und Street Art bis hin zu Installationen und Kunsthandwerk, wie Handpuppen und Textilkunst. Ein Rahmenprogramm mit Workshops, einer Comic-Lesung, Theaterstücken, Filmen, einem Krimi-Dinner, einem Liedermacherabend und anderem begleitet die zweiwöchige Ausstellung.
Das Festival wird dank regionaler und überregionaler Unterstützung möglich. Die WohnBau Frankfurt stellt ART an der Grenze seit Jahren kostenlos Räumlichkeiten in der Großen Scharrnstraße zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt zudem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, von der Stadt Frankfurt (Oder), der Studierendenschaft der Europa-Universität Viadrina, dem Förderkreis Europa-Universität Viadrina, sowie der Sparkasse Oder-Spree. Unterstützt wird das Festival vom Studierendenmeile e. V., der WG Bar und dem Wohnprojekt Verbündungshaus Fforst. Träger ist der Frankfurter Verein Kunstgriff.
Die Geschichte von ART an der Grenze begann vor fünf Jahren mit einer Ausstellung des Rostocker Künstlers Lukas Schubert, organisiert von einer Studentin der Europa-Universität Viadrina. Innerhalb kurzer Zeit hat sich das Festival in der Fußgängerzone der Großen Scharrnstraße zu einem kulturellen Höhepunkt der Stadt etabliert. Die Organisationsgruppe besteht in diesem Jahr aus internationalen Studentinnen, Studenten und Alumni der Europa-Universität Viadrina sowie Bürgerinnen und Bürgern der Doppelstadt.