Ostbrandenburg (geh). 944 Unternehmer im Land nahmen an einer Befragung der IHK zur Digitalisierung teil.

Auch modernste Technik kann die Arbeit gut qualifizierter Mitarbeiter nicht ersetzen. So schätzen das immerhin mehr als ein Drittel der Befragten ein. Auf dem Weg zur Digitalisierung sehen die Unternehmer die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter als größtes Hemmnis. 38,7 Prozent der Befragten wünschen sich Hilfe dabei, besonders für die IT- und Datensicherheit, Automatisierung und Prozessoptimierung sowie Online-Marketing und Cloud-Anwendungen. Vor zwei Jahren standen im Gegensatz dazu noch Bedenken zu Sicherheitsrisiken für die Kunden und den Betrieb an erster Stelle.
„Digitalisierung ist die Lösung für viele Aufgaben und doch zugleich Herausforderung im Unternehmen. Im Hinblick auf den technischen Fortschritt bedeutet Digitalisierung steter Wandel. Kaum ist ein Projekt abgeschlossen, drängt sich das nächste nach vorn“, sagt Peter Kopf, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der IHK des Landes Brandenburg. Digitale Geschäftsmodelle und Wirtschaftsprozesse haben sich bereits in drei Viertel der brandenburgischen Firmen etabliert oder werden derzeit umgesetzt. Für die anderen 25 Prozent spielt die Digitalisierung bisher keine beziehungsweise kaum eine Rolle. „Hier liegt noch viel Potenzial. Damit dieses ausgeschöpft werden kann, muss der Breitbandausbau in Brandenburg viel zügiger als bisher vorangehen“, ergänzt Kopf. „Die Politik kann nicht ständig von digitaler Wende sprechen und die Unternehmen zum Handeln auffordern, aber zu wenig für schnelles Internet und stabile Mobilfunknetze tun.“
Gemeinsam mit dem Cluster Tourismus der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH planen die brandenburgischen Industrie- und Handelskammern ab 2019 kostenlose Workshops zur Digitalisierung.