Beeskow (geh). Die Burg Beeskow bekommt zum 1. Januar 2017 eine Leiterin: Florentine Nadolni.

In ihrer neuen Position wird sie die Kreisverwaltung Oder-Spree verstärken. Sie ist dann nicht nur für die Burg Beeskow zuständig, sondern übernimmt auch die Verantwortung für das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv in Beeskow. Diese drei Einrichtungen werden gemeinsam als Bildungs-, Kultur- und Ausstellungszentrum in Regie des Landkreises Oder-Spree geführt.
Die Kulturwissenschaftlerin und Soziologin Florentine Nadolni betreut seit mehreren Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin den Sammlungsbereich „Alltagskultur der DDR“ des in Berlin ansässigen Museums der Dinge. In diesem Jahr kuratierte sie dort unter dem Titel „Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR”.
Sowohl das Thema „Kulturelles Erbe der DDR” als auch der Landkreis Oder-Spree sind Florentine Nadolni bereits seit ihrem Studium an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) vertraut. In dessen Rahmen befasste sie sich mit dem Städtebau und der Architektur in der DDR und deren Wechselwirkung zur städtischen Identität von Eisenhüttenstadt. Neben ihrer museologischen Arbeit bringt die 35-Jährige vielfältige praktische Erfahrungen im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit mit.
Über ihre neue berufliche Herausforderung sagt Florentine Nadolni: „Ich möchte die Burg Beeskow als attraktiven Veranstaltungsort für die Stadt und den Landkreis weiter profilieren. Die enge organisatorische Verknüpfung der Burg mit dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR und mit dem Kunstarchiv bietet gute Chancen, die öffentliche Wahrnehmung der drei Einrichtungen zu erhöhen.“