Neuzelle (geh). Rechtzeitig vor Beginn des Musiktheaterfestivals Oper Oder-Spree wurde zwischen den Projektpartnern und dem Hauptförderer Sparkasse Oder-Spree die Fördermittelvereinbarung unterzeichnet.

Er ließ es sich nicht nehmen, die Vereinbarung selbst zu übergeben: Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree. „Wir sind wahnsinnig glücklich, wieder dabei zu sein”, sagte er während des Medientermins. Er und seine Kolleginnen und Kollegen bei der Sparkasse Oder-Spree wollen eine Art Initialzünder sein und mit ihrer Bereitschaft zur Förderung noch andere ins Boot holen. „Wir wollen begeistern. Die Oper Oder-Spree ist uns eine Herzensangelegenheit, die die Region noch lebenswerter macht”, so Kalinke. Das Festival, das ab Donnerstag, 4. August 2016 bis Sonntag, 21. August 2016 stattfindet, sei mittlerweile zu einer Marke für die Region geworden.
Veit Kalinke: „Seit vielen Jahren bietet das Musiktheaterfestival Oper Oder-Spree  jungen Künstlerinnen und Künstlern aus den verschiedensten Ländern Gelegenheit, gemeinsam ihr Können unter Beweis zu stellen. Dass das erfolgreich gelingt, dafür steht die hohe Beliebtheit. Allein im vergangenen Jahr wurden über 5.000 Besucher gezählt. Unsere Sparkasse unterstützt das regionale Event seit 2001 und stellte seither über 195.000 Euro bereit”.
Aber nicht nur die Leute der Sparkasse Oder-Spree tragen zum Gelingen des Festivals bei. Auch Stefan Voss, Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH in Frankfurt (Oder) und Monika Kunth, Leiterin des Amts für Bildung, Kultur und Sport im Landkreis Oder-Spree haben ihre Unterstützung zugesichert. Walter Ederer von der Stiftung Stift Neuzelle weiß dies zu schätzen. Seit Jahren stellt sich der Mann mit seinem Team der Herausforderung, die Oper Oder-Spree auf die Beine zu stellen. Und er hat Freude dabei. Stolz verkündete er beim Pressegespräch, dass in diesem Jahr die Oper „Orlando” von Georg Friedrich Händel auf dem Programm steht: „Liebe, Wahnsinn und gebrochenes Heldentum sind die Themen von Händels 1733 uraufgeführtem Meisterwerk, das musikalisch zu seinen reichsten und ausdrucksstärksten Opern gehört”. Die Aufführungen sind im Kreuzhof des Klosters Neuzelle, in der Marienkirche in Beeskow und im Atrium der Konzerthalle in Frankfurt (Oder) zu hören und zu sehen. Regie führt Julia Huebner. Ihr Weg führte sie schon bis nach Bayreuth, wo sie mit dem Brandenburgischen Staatsorchester „Der Fliegende Holländer” als Version für Kinder inszeniert.
Um die Ausstattung bei der Oper Oder-Spree kümmert sich in diesem Jahr Katharina Scheicher. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Sergey Simakov. Es spielt das Bulgarische Kammerorchester.
Dafür, dass während der Aufführungen technisch alles reibungslos funktioniert, sorgen die Leute von der Messe und Veranstaltungs GmbH. Sie sind verantwortlich für den Bühnenaufbau, das Bühnenbild, die Beleuchtung und - selbstverständlich - für eine Regenvariante an allen Spielorten. Wie hart diese Arbeit teilweise werden kann, beschreibt Stefan Voss: „Das Team muss am Abend des 18. Augusts die Bühne in Beeskow abbauen und sie über Nacht in Frankfurt (Oder) wieder aufbauen, damit die Aufführung dort am 19. August stattfinden kann”.
Im Mai und Juni liefen schon erste Proben für die drei Sängerinnen und die zwei Sänger. Am Montag, dem 25. Juli 2016 beginnen dann die Endproben. Von da an wohnen die Künstlerinnen und Künstler im Internat der Rahn-Schulen in Neuzelle. Auch die Verantwortlichen dort unterstützen die Oper Oder-Spree. Walter Ederer: „Wir dürfen die Räumlichkeiten nutzen für fast gar kein Geld. Dafür gilt mein Dank”. Damit entsteht eine Workshop-Atmosphäre, die von den Darstellerinnen und Darstellern geschätzt werde. Übrigens: Sie sind erst zwischen 20 und 23 Jahre jung.