Frankfurt/Oder (gla). Im Dezember 2018 stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht an.

„Bis März werden wir jetzt steigende Arbeitslosenzahlen haben“, erwartet Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). „Das ist saisonal bedingt.“ Für das vergangene Jahr zieht Freyer eine positive Bilanz: „Es war ein sehr gutes Jahr für den Arbeitsmarkt, und es war das beste Jahr seit der Wiedervereinigung.“ In Frankfurt (Oder) waren im Dezember 2.399 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 8,1 Prozent.
Auch der Personalbedarf in Betrieben der Region ist ungebrochen hoch. „Es gibt weiterhin genug Jobs in allen Berufen, die Ostbrandenburg zu bieten hat“, sagt Freyer. 657 offene Stellen sind aktuell in Frankfurt (Oder) gemeldet.
Der Geschäftsführer des Frankfurter Jobcenters Frank Mahlkow begrüßt besonders das kürzlich vom Bundestag beschlossene Teilhabechancengesetz. Es erleichtert die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. „Dazu gehört neben sehr hohen Lohnkostenzuschüssen, die jeder Arbeitgeber, der Langzeitarbeitslose über einen längeren Zeitraum sozialversichert beschäftigt, beantragen kann, auch die ganzheitliche Betreuung der Arbeitnehmer in Form einer einjährigen Begleitung durch einen Coach“, erklärt Mahlkow. „Wir im Jobcenter haben bereits die ersten Anträge.“ Darunter ist auch der Träger des neuen Verkehrgartens, der zwei Vollzeitstellen für schwer vermittelbare Arbeitslose schaffen möchte.
Ein Phänomen, dass Mahlkow beschäftigt, ist die hohe Männerarbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen Städten. 58,9 Prozent der in Frankfurt (Oder) arbeitslos Gemeldeten sind Männer. „Eine Erklärung habe ich nicht“, gibt Frank Mahlkow zu.