Ostbrandenburg (geh). In den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie in Frankfurt (Oder) gab es nie weniger arbeitslose Menschen als im Mai.

„Die Party auf dem Arbeitsmarkt geht weiter”, kündigte Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) während der monatlichen Pressekonferenz an. Die Bilanz wartet im Mai 2018 mit dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung auf. Freyer möchte wetten, dass die Arbeitslosenzahl im Juni noch weiter sinkt.
„Zum zweiten Mal überhaupt durchbrechen wir diesen Monat die 15.000-Schallmauer. Zu diesem Meilenstein getragen hat uns die stetige Beschäftigungszunahme während des konjunkturellen Aufschwungs der letzten Monate und Jahre. Der Boom ist noch nicht vorbei, aber wir stellen fest, dass die begrenzten Kapazitäten das Tempo ein wenig drosseln. Wir bewegen uns aber weiter stabil auf sehr hohem Niveau“, so Freyer.
Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland, bewertet die aktuelle Situation für den Landkreis so: „Auch die Zahl der vom Jobcenter Märkisch-Oderland betreuten Arbeitslosen ging im Mai erfreulicherweise weiter zurück”. Finanzielle Leistungen vom Jobcenter würden aber nicht nur Arbeitslose beziehen, sondern beispielsweise auch Kinder, deren Familien Arbeitslosengeld II beziehen. Damit sie dieselben Startchancen wie andere Kinder bekommen, gleichwertig lernen und beispielsweise in einen Sportverein gehen können, gibt es die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Damit diese von bedürftigen Familien noch aktiver genutzt und abgerufen werden, haben die Verantwortlichen rund um den Kindertag an drei Standorten je eine Sprechstunde angeboten, bei der die Mitarbeiter von Jobcenter und Landkreis gemeinsam bei der Antragstellung zur Hand gegangen sind und Fragen direkt geklärt werden konnten. Warum das Aufgabe des Jobcenters ist, erklärt Gabriele Schoel gern: „Weil wir wissen, dass Kinder heute gefördert werden müssen, um morgen auf eigenen Beinen zu stehen und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können“.
Im Geschäftsstellenbezirk Seelow der Agentur für Arbeit hat sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 62 auf 1.472 Personen verringert. Das waren 40 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Mai 9,2 Prozent. Sie war damit genauso hoch wie im Vorjahresmonat. Dabei meldeten sich 321 Personen neu oder erneut arbeitslos, 35 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 381 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1.674 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Minus von 109 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 1.751 Abmeldungen von Arbeitslosen.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Mai um 11 Stellen auf 190 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 50 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Mai 65 neue Arbeitsstellen, 20 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 215 Arbeitsstellen ein. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 21.