Oder-Spree (hn). Gut gelaufen ist vorigen Sonntag die Rettungsaktion für den an Leukämie erkrankten Oliver Zeise.

497 Menschen haben in der Cafeteria des Oberstufenzentrums DNA-Proben abgegeben, die sie zuvor mit ein paar Wattestäbchen aus ihrem Mund entnommen hatten. Die Organisatoren konnten sich auch über Geldspenden in Höhe von 2.801 Euro für die Arbeit der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) freuen.
Zu den Spendern gehörten Sportler wie Daniel Koschack, Torwart der 3. Männermannschaft des FC Eisenhüttenstadt und sein Trainer Ronny Eichner. Sie hatten in sozialen Medien von der Aktion erfahren und sich mit Mannschaftskameraden entschlossen, mitzumachen. „Viele haben spontan zugesagt“, so Koschack. Auch für Familie Klein aus Eisenhüttenstadt war es selbstverständlich zu helfen. Die zwei Kinder schauten neugierig zu, wie Mama und Papa ihre Proben abgaben. So eine Krankheit könne ja jeden treffen und es sei ein gutes Gefühl, sich einzusetzen.
Der Potsdamer Jurastudent Tom König engagiert sich bereits länger ehrenamtlich in der DKMS und war einer der Betreuer der Aktion. „Die heutige Erfassung von Spendern kann ja auch anderen helfen. Die Typisierung erfolgt für die ganze Welt, wobei die Ergebnisse sehr unterschiedlich sind“, erklärt König.
Stammzellen spenden können alle zwischen 17 und 55 Jahren ab einem Gewicht von 50 Kilogramm. Denn es kann häufiger zu Abstoßungsreaktionen kommen, wenn der Spender im höheren Lebensalter ist. Die Typisierung ist für den Spender kostenlos, die DKMS bezahlt je Probe 35 Euro an das untersuchende Institut. In der deutschen Kartei befinden sich über 8,5 Millionen potenzielle Spender. Mit systematischer Aufklärung, unter anderem in Schulen, sollen es mehr werden. Somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Leben retten zu können.