Frankfurt/Oder (eb/geh). Die bildhauerische Arbeit „Kriegedenkmal“ Hannes Forster ist das Ergebnis des bereits dritten Kunstprojektes auf dem Carthausplatz.

Nach Sabine Heller und Marion Sander, die in den Jahren 2015 und 2016 den leeren Sockel des früheren Kriegsdenkmals gestalteten, hat nun der Jamlitzer Künstler Hannes Forster den Staffelstab übernommen. Sein mit Klinkern spiralförmig gemauertes Kunstwerk wurde am 28. April 2017 eröffnet und für ein Jahr zu sehen sein. „Da der Krieger auf dem Denkmal nicht mehr vorhanden ist, wollte ich das Kriegerdenkmal in ein Kriegedenkmal umwandeln. Es geht dabei nicht mehr um das Gedenken an ein bestimmtes Ereignis, sondern um die Kontinuität bewaffneter Auseinandersetzungen. Für die Arbeit nehme ich aus der Zeitgeschichte den Ausschnitt der letzten 400 Jahre heraus“, so Hannes Forster.
Für jeden Krieg oder andere Attacke auf die Souveränität eines Landes steht repräsentativ ein Ziegelstein auf den die Jahreszahl gestempelt wurde. Die Steine ohne Jahreszahl bleiben als Friedensjahre übrig. Die Klinker wurden in der Ziegelmanufaktur Golem in Sieversdorf bei Frankfurt (Oder) ausschließlich für das Kunstprojekt angefertigt. Eine Keramiktafel am Sockel wird das Kunstprojekt erläutern.