Das ist meiner Meinung nach ein ganz linkes Ding, das derzeit im Frankfurter Rathaus läuft. René Wilke hält an der Personalie Uwe Meier fest, als wäre dieser sein Rettungsanker. Hoffentlich wird er am Ende nicht mit ihm zusammen untergehen. Die beiden kennen sich schon lange, wissen sich zu schätzen und zu nutzen. Im Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters bahnte Uwe Meier seinem Kumpel René Wilke so manchen Weg - nicht nur den von der einen Wahlparty zur anderen. Hat der Politiker dem früheren Maurer zum Dank einen gut bezahlten Job versprochen? Ähnlich wie sein Vorgänger, was René Wilke oft monierte? Alles deutet darauf hin. Uwe Meier mag im Wahlkampf ein guter Berater sein, wenn es darum geht, das gemeine Volk zu umgarnen und mit Versprechungen zu locken. Uwe Meier hat wahrscheinlich viel dazu beigetragen, dass René Wilke den Wahlkampf gewonnen hat. Es gab sicherlich viele Frankfurter, die dieses Ergebnis nicht nachvollziehen konnten. Die meisten von ihnen haben diese Meinung inzwischen revidiert. René Wilke ist gut angekommen auf seinem Posten. Er wirkt zielstrebig und dynamisch, was auf die Stadtverwaltung abzufärben scheint. Warnungen, sich nicht an Uwe Meier zu binden, hat er zur Genüge erhalten und nachdenklich zur Kenntnis genommen, am Ende aber doch ignoriert. Vor ein paar Tagen war ich noch überzeugt davon, der Oberbürgermeister traut sich nicht, sein Job-Versprechen an Meier zurückzunehmen. Da habe ich noch gedacht, er versucht aus der Sache rauszukommen, indem er Meier Fehler machen lässt. Das hätte zu dem Strategen René Wilke gepasst. Hoffentlich hat er auch eingeplant, nicht das Opfer eines Blenders zu werden.