Von David Fischer
Im September hatte ich mir zwei Wochen Urlaub gegönnt. Ja richtig, auch der Volontär braucht mal ne Pause vom Schreibtisch. Zusammen mit einem guten Freund zog es mich nach Spanien. Und zwar ging es nach Tossa de Mar - etwa zwanzig Minuten Taxifahrt von der berüchtigten Partymeile Lloret de Mar entfernt. Um es vorwegzunehmen: Auch wir waren für zwei Tage dort. Ich will gar nicht zu sehr vom Urlaub reden, geschweige denn prahlen.  Aber in Lloret de Mar ist mir was aufgefallen, das so eigentlich nicht sein kann. Einer unserer besagten Ausflüge dorthin dauerte einen kompletten Tag. Zuerst lagen wir entspannt am Strand, bevor wir Burschen am Abend dann auf Deutsch gesagt die „Sau raus lassen” wollten. Das Problem war nur, dass wir zu viele Sachen dabei hatten, die wir nicht überall hin mitschleppen wollten. Also fragten wir höflich in einigen Hotels nach, ob es möglich wäre, das Gepäck für diesen Tag irgendwo unterzustellen. Das erste Hotel hat uns noch abgesagt. Das Zweite jedoch überreichte uns problemlos einen Schlüssel für einen Raum, in dem private Gegenstände von Hotelgästen lagerten. Mein Kumpel und ich schauten uns verwundert an, weil das so einfach ging. Wir haben dieses Angebot aber gerne angenommen. Das Mädel an der Rezeption ist wohl davon ausgegangen, dass wir selbst Gäste des Etablissements sind. Nach unseren Hotelkarten hat sie aber nicht gefragt. Ohne Probleme konnten wir mehrmals in den Raum und wieder raus. Recht sicher wirkte das alles nicht. Klar wurde das Zimmer videoüberwacht. Aber ob wirklich jede Aktivität dort verfolgt wird, bleibt dahingestellt. Aber weil wir Gute sind, konnten sich die zahlenden Gäste sicher sein, dass wir nur unser Zeug wieder rausschleppten.