Axel Schulz wird fuffzich. Zu diesem runden Geburtstag hat sogar Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gratuliert. Einige Leute werden jetzt fragen, ob der nichts anderes zu tun hat. Ganz bestimmt hat er das. Aber dem Ex-Boxprofi Glückwünsche zu übermitteln, ist eine schöne Geste, die Axel verdient hat. Auch wenn er nach allen wichtigen Kämpfen den Boxring als Verlierer verlassen musste. Für mich gehört er trotzdem zu den Siegern. Egal, wohin ihn sein Sport im Laufe der Jahre geführt hat - er ist wiedergekommen, nach Hause, nach Frankfurt (Oder). Und er ist geblieben. Schon allein das muss ihm hoch angerechnet werden. Schließlich hätte er sich - anstatt in Kliestow - auch in Köln oder Las Vegas niederlassen können. Hinzu kommt sein Engagement in der und für die Region. An einem Vormittag tätschelt er bei der Übergabe der Geburtstaler den Babys den Kopf, während ihn die Mamas anhimmeln und die Papas ihn verfluchen. Oder er organisiert ein Golfturnier, bei dem er Spenden für die Löwenkinder und deren Familien akquiriert. Oder er hockt am Beckenrand dieses lumpigen Frankfurter Hallenbades und drückt seiner Tochter und ihrem Team beim Schwimmwettkampf die Daumen. Und wer ihn in der Kaufhalle anquatscht, wird erstmal von vornherein geduzt. Auch wenn er als Stargast angekündigt wird, kommt er ohne Allüren. Axel Schulz ist einfach ein Kumpeltyp. Da macht es auch gar nichts, dass er teure Autos fährt und in einem großen Haus wohnt. Es sei ihm gegönnt. Unverzeihlich wäre es allerdings, wenn er sein Geld für einen Sprachtrainer ausgeben würde, der ihm das sympathische Berlinern abgewöhnen will... Axel, ick wünsch dir von Herzen allet Jute zum Jeburtstach.