-Von Katja Gehring-
Mit dem Verkehr ist das so eine Sache. Es gibt ihn an den verschiedensten Stellen und in den unterschiedlichsten Ausführungen. Für Autobesessene. Für Pendelnde. Für Fahrradfahrende. Für Männer. Für Frauen. Verkehr bringt weiter und macht Laune. Wenn auch nicht immer gute. Denn manchmal kommt bei der Teilnahme am Verkehr leider der Verdacht auf, dass es an den einfachsten Umgangsformen hapert. Begriffe wie Freundlichkeit, Rücksicht oder ein bisschen Einfühlungsvermögen kennen viele der oben Genannten nicht. Und oft ist das auch verständlich. Wie sollen sie sich mit einem Lächeln im Gesicht auf den Weg von A nach B machen, wenn schon morgens auf den Strecken in der Region nichts richtig funktioniert. Der Zug fährt nicht. Die Ampel steht schon seit Minuten auf Rot. Die Straße ist gesperrt und die nächste sowieso. Und zu allem Überfluss ist heute auch noch Müllabfuhrtag und die Wohnung liegt in einer Einbahnstraße. Da ist klar im Vorteil, wer ein Fahrrad hat und weiß, damit korrekt umzugehen. Dazu gehört aber gewiss nicht, volle Pulle über den Bürgersteig zu brettern, oder nach links abzubiegen, ohne die Hand rauszuhalten. Auch den Radweg entgegen der Fahrtrichtung zu nutzen, ist wenig sinnvoll. Das verärgert Polizeistreifen und zu Fuß Gehende erst recht. Ja, es ist gar nicht so einfach, sich im öffentlichen Verkehr angemessen zu benehmen. Überall lauern Szenarien, die andere zur Weißglut bringen können. Narrenfreiheit genießen eigentlich nur die Postleute. Sie dürfen mitten auf der Straße parken. Immerhin müssen sie ja ihren Job machen und die Rechnungen vom jüngsten Falschparken pünktlich in die Briefkästen werfen.