- Von Katja Gehring -
„Ich drehe schon seit Stunden...”, lief im Radio als ich vorige Woche zur Unterzeichnung meines Redakteursvertrags unterwegs war. Ob Herr Grönemeyer gespürt hat, wie doll er mir in diesem Moment aus der Seele singt? Vor dem Haus, in dem Der OderlandSpiegel seinen Sitz hat, gab es keine Lücke. Nicht mal in der Nähe wurde ich fündig. Oderrundfahrt, Geldtag, zu teure Parkplätze im Zentrum... Hätte ich mir eigentlich denken können. Na egal. Ein kleiner Fußmarsch schadet ja nichts. Kenn ich noch gut von früher. Als ich in den gleichen Räumen mein Volontariat gemacht habe, war das ähnlich. Der Hausflur vom Luxemburg-Palais sieht noch genauso aus wie damals. Und auch die Räume, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom OderlandSpiegel nutzen, haben sich fast gar nicht verändert. Plötzlich hörte ich mich in Gedanken singen: „Ich bin wieder hier. In meinem Revier”. Da wusste ich, dass die Entscheidung für den Posten der Redaktionsleiterin beim OderlandSpiegel die richtige war. Bei der Wochenzeitung wurde Neutralität in der Berichterstattung schon immer groß geschrieben. Und das soll mit mir so weiter gehen. Fronten, wie die zwischen Grönemeyer-Fans und Westernhagen-Begeisterten wollen wir hier gar nicht erst fördern. Das Redaktions-Team vom OderlandSpiegel wird unter meiner Leitung fair und trotzdem kritisch alle Seiten der Thematik im Auge behalten. Gern werden wir dabei mit der Leserschaft zusammenarbeiten. Wir wollen immer offen sein für Anregungen und uns nach gemachten Fehlern nicht einschließen. Wir haben uns vorgenommen, künftig jede Woche einfach eine schöne Zeitung zu machen.