Ordentlich abkacken - das können wir Deutschen gut. Weil wir vernünftige Toiletten haben. Das ist nicht überall auf der Welt so. Noch immer müssen sich Milliarden von Menschen mit unzureichenden sanitären Anlagen begnügen. Deshalb hat die Welt-Toiletten-Organisation im Jahr 2001 den Welttoilettentag initiiert. Im Jahr 2013 haben sich sogar die Mitglieder der Vereinten Nationen zu diesem Problem bekannt. Seither unterstützen sie den Kampf für Toiletten, wie sie für uns alltäglich sind. Wer sich also hierzulande darüber aufregt, fürs Pullerngehen manchmal bezahlen zu müssen oder dass auf einer öffentlichen Toilette mal ein Tröpfchen an der Brille hängen blieb, sollte mal in sich gehen und sich darüber freuen, dass dieses Tröpfchen überhaupt die Möglichkeit hat, da zu sein. Wir können uns glücklich schätzen. Denn wir haben Tissue und Wasser aus der Leitung zum Abwischen. Mal ehrlich: Für die meisten Bewohnerinnen und Bewohner zivilisierter Staaten wie Deutschland ist ein Leben nur mit Plumpsklo und ohne richtiges Badezimmer schier undenkbar. Wir können es uns jederzeit auf der Toilette gemütlich machen, ohne Zuschauende die Hosen runter lassen, eine Notdurft nach der anderen verrichten, entspannen, in Ruhe den „Der OderlandSpiegel” lesen und vor Freude ein Liedchen trällern oder uns dort einschließen, wenn wir den Kanal voll haben vom Rest der Welt. Und wenn uns einmal alles stinkt, drücken wir auf die Spülung oder das Duftspray. Die Toilette ist wohl der einzig wahre Thron der Menschheit. Wer darauf sitzen darf, hat es gut, ist frei und besitzt Würde.