Voriges Wochenende gab es auf einem Platz in Frankfurt Dresche. Als die Polizei sich einmischte, bekam sie auch etwas ab. Der Oberbürgermeister schien schockiert. Das meinte er wohl kaum, als er eine Belebung der Innenstadt versprach. Er und der Kreisvorsitzende seiner Partei mahnten sofort, wir sollten differenzieren, nicht pauschalisieren, und andere Worte die mit -ieren enden. Das bedeutet in Normalsprache unterscheiden und nicht verallgemeinern. Beiden Politikern bereitet wohl eine mögliche fremdenfeindliche Reaktion, für die es keine Anzeichen gibt, die größte Sorge. Deshalb betonte der Stadtchef mehrmals: Unter den etwa fünfzig Tätern befanden sich einige Einheimische, viele Migranten befolgten die Gesetze, und das ins Krankenhaus geprügelte Opfer war polizeibekannt. Die Frage, warum es nur zu einer Festnahme und eine paar Platzverweisen kam, wird variabel beantwortet. Laut Brandenburgs Justizminister mussten sich die Polizisten zuerst selbst schützen. Laut Frankfurts Oberhaupt wurden sie hauptsächlich verbal angegriffen. Um Abhilfe zu schaffen, sind Alkohol- und Waffenverbot im Gespräch. Dabei waren die Schläger weder betrunken noch bewaffnet. Statt die paar Leute zu bestrafen, die sich der Staatsgewalt widersetzen, Körperverletzung und Landfriedensbruch begehen, soll nun die Freiheit aller eingeschränkt werden. Das nenne ich verallgemeinern. Wer zwischen Verbrechern und Unschuldigen unterscheiden will, muss erstere bestrafen. Wenigstens ein paar Bußgelder hätten ein Signal gesetzt, dass selbst auf dem gefürchteten Platz vor dem Einkaufsbunker Gesetze gelten. Die sollte die Obrigkeit durchsetzen, bevor sie sich frische Verbote ausdenkt.