Von David Fischer
Mein Jahr geht ja gut los. Konzertbesuche hier, Stadienbesuche da. Und das geht die nächsten Monate noch weiter. Natürlich nur dann, wenn die Gesundheit mitspielt. Was Fans nicht alles für Strapazen auf sich nehmen, um ihre Stars zu bestaunen. Anfahrten von anderthalb bis zwei Stunden - die übrigens ein Vielfaches der eigentlichen Spielzeit ausmachen - werden gern hingenommen. Dabei ist die räumliche Nähe meiner Heimstatt zu Berlin ein wahrlich glücklicher Umstand. Viele Musikkünstler geben sich bei Tourneen nicht mit Deutschland zufrieden, sind eher europaweit unterwegs. Unsere Hauptstadt ist da natürlich als Ziel meist auch vorgesehen. Leider nicht im Juli. Ein ganz bestimmter Künstler tritt nur in Hannover auf. An einem Wochentag versteht sich. Oftmals eine nächste Hürde. Während ein Abstecher nach Berlin immer irgendwie machbar ist, müssen für Hannover schon ein bis zwei Urlaubstage herhalten. Am besten für den Veranstaltungstag selbst und auch für den Tag danach, wenn nicht die Nacht zum Tag gemacht werden soll. Also wird noch ein Hotel dazu gebucht. Neben dem meist nicht billigen Eintrittspreis, den Fahrtkosten und dem Verpflegungsgeld sind schnell mal mehrere hundert Euro weg vom Fenster. Aber hey, zwei Stunden Ekstase pur mit dem Kindheits-Idol, das vielleicht nie wieder live zu sehen sein wird? Da müssen kleine Unannehmlichkeiten einfach in Kauf genommen werden. In meinem Fall bleibt das alles im Rahmen. Die Häufigkeit ist äußerst überschaubar. Ich habe Bekannte, die solche Touren fast jedes Wochenende starten und sogar in der Woche ihren Favoriten hinterherreisen, egal wohin und wie oft. Lieber ein Konzert sieben Mal erleben, als es ein Mal zu verpassen. Verrückt.