Das große Fressen ist vorbei - lasst uns feiern. Der Jahreswechsel bietet sich dafür an. Pessimisten bezeichnen das als „Lustigsein auf Kommando”. Realisten lassen sich hingegen vom Moment inspirieren, planen nicht die große Party und versuchen, trotzdem das Beste draus zu machen. Optimisten nehmen die bevorstehende Silvesternacht zum Anlass, Gewesenes, Unschönes abzuhaken und Neues zu beginnen. Nicht selten mit guten Vorsätzen, die in einem Jahr wieder auf der Agenda stehen. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Den Jahreswechsel nutzen sie dafür, die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. Dabei geht es um Persönliches, um Finanzielles, um Gesellschaftliches. Es wird auf Positives wie auf Negatives geblickt. Der größte Erfolg, den die Ostbrandenburger in 2017 für sich verbuchen können, ist der Misserfolg der Landesregierung. Die Verwaltungsstrukturreform ist nix geworden. Zu viele gute Vorsätze wurden von den Politikern leichtfertig formuliert. Die vielen Floskeln jagen die Menschen nun am Silvesterabend mit Raketen in den ostbrandenburgischen Himmel. Es entsteht ein großes Feuerwerk, das gute Laune und Hoffnung bringt. Dazu gibts ein, zwei Gläschen Sekt. Und die Minister und ihr Präsident sind außen vor. Deren Party ist vorbei. Sie hatten ihren Spaß bereits und haben dabei mehrere Millionen Euro in den Wind geschossen. Bunte Streifen am Horizont hat das den Menschen nicht eingebracht. Im Gegenteil: Die Ostbrandenburger und die Einwohner aus den anderen Teilen des Landes haben sich Augen und Ohren zuhalten müssen, weil ihnen die guten Vorsätze Angst bereiteten, wie es an Silvester Polenböller tun.