Noch gute drei Wochen - dann ist Weihnachten vorbei. Juchuuu. Endlich wird es dann wieder möglich sein, ohne Sonnenbrille durch die Straßen zu gehen. Weil die ganzen Lichterketten von den Häusern abgenommen wurden. Auch muss nicht mehr mit dem Würgereiz gekämpft werden, weil es überall nach Grünkohl riecht. Zum Glück will dann auch niemand mehr zum Glühweintrinken verleiten. Und die Hunde werden nicht mehr mit diesen blöden Weihnachtsmann-Jäckchen verunstaltet. Auch der lästige Zimtgeruch zieht dann langsam aus der Nase ab. Die Angst um die Zähne der Kinder, die beim Essen der kandierten Äpfel leiden, lässt nach und die Marzipanbrote verschwinden aus den Supermarktregalen. Die Sorge wegen kranker Enten wird von der Befürchtung, an Silvester überzüchtete Karpfen auf dem Teller zu haben, abgelöst. Und in der Innenstadt ist es endlich wieder möglich, innerhalb weniger Minuten einen Parkplatz zu finden. Aber bis es soweit ist, müssen wir noch drei Wochen durchhalten. 21 Tage, die auf quälende Nächte folgen. Weil in den Träumen Barbie und Eiskönigin oder Superman und Star Wars-Figuren die Hauptrollen spielen. Auf der anderen Seite ist es noch genug Zeit, um den Kleinen zu erklären, dass sie sich die Mühe mit dem selbst Basteln nicht machen brauchen. Über etwas von den Kindern selbst Bezahltes wie ein schönes Parfüm oder ein Familienessen im Restaurant freuen sich Mama und Papa auch. Kopf hoch. Die Zeit kommt bestimmt, in der die Welt nicht mehr nur tannengrün, schleifenbandrot, watteschneeglitzern und weihnachtskugelgolden ist. Dann wird der Alltag wieder wie immer sein: schwarz und weiß und manchmal auch ein bisschen grau.