Es stehen Veränderungen an in Frankfurt (Oder). Hier hat jetzt ein neuer Oberbürgermeister die Führung im Rathaus übernommen. René Wilke startet mit konkreten Plänen in seine Amtszeit. Die Verwaltungsspitze soll anders, breiter aufgestellt werden. Personalien von Grüne, SPD und CDU stehen in Rede. René Wilke setzt auf Teamgeist und moderne Strukturen. Wird ihm das gelingen? Schon sein Vorgänger hatte sich ganz fest vorgenommen, den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken. Er wollte ein Wir-Gefühl verbreiten und ist damit gnadenlos gescheitert. An dem Enthusiasmus seiner Mitarbeiter, diversen Stellenbeschreibungen und dem Finanziellen. Es ist zu befürchten, dass es dem neuen Oberbürgermeister ähnlich gehen wird. René Wilke konnte sich in seiner schon recht lange andauernden politischen Laufbahn stets auf Menschen verlassen, die von dem gleichen Idealismus geprägt sind wie er. Was sie taten, taten sie aus tiefster Überzeugung. Und nicht, weil es im Arbeitsvertrag steht oder weil sie Geld dafür bekommen. Es gibt Leute, die werfen Dr. Martin Wilke vor, als Oberbürgermeister alles an sich gerissen und zu wenig delegiert zu haben. Auch René Wilke gehört zu diesen Kritikern. Ihm ist zu wünschen, dass er seine Leute besser, erfolgreicher motivieren kann, neue Wege zu gehen. Für Frankfurt (Oder) kann das nur gut sein. Hoffentlich hat er ein Händchen dafür, die richtigen Männer und Frauen in sein Team zu holen. Welche, die mitziehen und ihn nicht fachlich oder persönlich enttäuschen. Es wäre schade, wenn der neue Oberbürgermeister in einem Jahr nicht mehr voller Stolz und aus tiefstem Herzen behaupten kann, dass er den besten Job der Welt hat.