Zurzeit dreht sich alles um Windräder. Überall, wo sie gebaut werden sollen, wehren sich Menschen, die dort wohnen. Sicher sind einige Leute dabei, die aus Prinzip gegen alles kämpfen, was sich grün anhört. Über die brauchen wir nicht zu reden. Aber viele Anwohner haben ernstzunehmende Bedenken. So behaupten manche, Turbinen schaden durch Geräusche oder Magnetfelder der Gesundheit, bringen Vögel und Fledermäuse zum Absturz. Andere sorgen sich um den von besonders hohen Türmen geworfenen Schatten. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich bin kein Experte. Aber die Landesregierung kennt bestimmt welche. Es wird Zeit, dass sich zumindest der zuständige Minister auf Diskussionen einlässt. Falls die Sorgen nicht gerechtfertigt sind, sollte darüber aufgeklärt werden. Falls doch, müssen Kompromisse her. Denn wir brauchen Windkraft. Irgendwo muss der Strom, von dem wir immer mehr verbrauchen, ja herkommen. Braunkohletagebau und Kernkraftwerke sind ohne Zweifel gesundheitsschädlich, zerstören den Planeten, und verschönern die Landschaft auch nicht gerade. Sonnenenergie sollten wir so viel wie möglich nutzen. Sie ist unbedenklicher als alles andere, wird aber besonders im Winter nicht ausreichen. Häuser können damit elektrifiziert werden, aber Fabriken und Eisenbahnstrecken wohl kaum. Deshalb müssen wir Windräder bauen. Doch wo sie hinkommen und wie groß sie werden, darf nicht nur von wirtschaftlichen Interessen oder Wahlkampfparolen abhängen. Ein Windrad muss beweglich sein, sonst ist es nutzlos. Ähnliches könnte von einer Landesregierung behauptet werden.