Wenn es darum geht, mit dem Taxi zu fahren, bin ich ziemlich erfahren. Das östliche Brandenburg ist nämlich nicht der einzige Teil der Welt, wo Busse und Straßenbahnen zu selten verkehren und früh Feierabend machen. Mancherorts sind Taxis die einzige Möglichkeit, ohne eigenes Auto zum Hafen oder Flugplatz zu gelangen. Auf dem indischen Subkontinent genießen Taxifahrer im Vergleich zu ihren Rikschakonkurrenten einen gewissen Respekt. Wer aber zu einem Hotel will, mit dem der Fahrer keine Provision vereinbart hat, bekommt oft zu hören, diese miserable Absteige sei geschlossen, abgebrannt oder einfach Kacke. New Yorker Yellow Cabs scheinen ausschließlich Einwanderer einzustellen, die kaum Englisch sprechen. In der Türkei wollte ein Taxifahrer mich ausrauben. Er fand heraus, dass er dazu eine effektivere Waffe als eine Eisenstange gebraucht hätte. Auf Zypern versuchte einer, den vorher abgesprochenen Preis auf halber Strecke neu zu verhandeln. Dagegen hatte ich mit diesem Berufsstand in der Heimat recht gute Erlebnisse. Die Jungs kennen sich aus, nehmen die kürzeste Route, beachten Schilder und Ampeln. Dabei finden sie sogar noch Zeit, sich laut über andere Verkehrsteilnehmer, die Behörden und die Regierung zu beschweren. Leider sind sie schwer zu finden, wenn sie nicht telefonisch bestellt wurden. In Frankfurt gibt es nur im Zentrum und am Bahnhof Stände, an denen tatsächlich Taxis warten. Trotzdem sage ich: Ein Hoch auf die Leute, ohne die Betrunkene zu Fuß gehen müssten. Sie können sich nie sicher sein, ob sie den Anrufer am Treffpunkt vorfinden, bei Ankunft bezahlt werden, oder anschließend Erbrochenes wegputzen dürfen.