Frankfurt/Oder (daf). „Die Oder ist keine Baustelle!” hieß es am Weltwassertag, dem 22. März 2017 auf dem Ziegenwerder in Frankfurt (Oder). Mitglieder vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) protestierten mit Bannern und Plakaten unter der Leitung des Beisitzers im Landesvorstand, Sascha Meier. Hintergrund ist, dass die Oder zu den letzten naturnahen Flüssen in Mitteleuropa zählt. Von Maltsch (Malczyce) in Niederschlesien bis zur Mündung in das Stettiner Haff fließt sie ohne Staustufen über eine Strecke von 600 Kilometern. Doch diese Natur ist bedroht durch die Ausbaumaßnahmen unter dem Deckmantel des Hochwasserschutzes, die im bilateralen „Abkommen über die gemeinsame Verbesserung der Situation an den Wasserstraßen im deutsch-polnischen Grenzgebiet” von 2015 festgelegt wurden. Sascha Meier: „Unsere Forderung ist, dass das Bundesverkehrsministerium uns Verbände beteiligt und wir einen Dialog auf Augenhöhe führen können”.