Gölsdorf (eb/geh). Vertreter der Bürgerinitiative „Gölsdorf gegen die Mastanlage - für eine saubere Lebensqualität in unserer Region“ haben am Dienstag über 1.000 Unterschriften gegen die geplante industrielle Mastanlage in Gölsdorf dem Brandenburgischen Landesumweltamt in Frankfurt (Oder) übergeben.

Die Anwohner wenden sich mit der Petition gegen eine neue Mastanlage in der Gemeinde Steinhöfel. „Unsere Region lehnt das Vorhaben ab. Das hat mit Landwirtschaft nichts mehr zu tun“, sagt der Initiativsprecher Dr. Dietrich Ewald. Die geplante Mastanlage, in der 900 Rinder und fast 800 Schweine in Rekordzeit schlachtreif gemästet werden sollen, erregt schon seit mehreren Monaten die Gemüter in der Region. Die Anwohnerinitiative begründete die Ablehnung mit einer zu erwartenden Geruchsbelästigung, erhöhtem Verkehrsaufkommen, und einer Bedrohung der Böden sowie der Trinkwassersituation.
Die neue Anlage soll nur wenige Kilometer neben der bereits bestehenden riesigen Schweinemastanlage in Eggersdorf bei Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland) errichtet werden. „Wenn den Umtrieben kein  Ende gesetzt wird, entsteht ein regelrechtes Cluster an Megaställen in Ostbrandenburg“, kritisiert Kerstin Hellmich, Sprecherin der Dörfergemeinschaft Steinhöfel das Vorhaben.
Nachdem in Nordwestdeutschland der Errichtung von Megamastanlagen Riegel vorgeschoben werden, stürzen sich die Betreiber nun auf Ostdeutschland. „Die Gewinne dieser Anlagen werden abgeführt, Arbeitsplätze entstehen kaum, dafür bleibt bei uns der Dreck, Gestank, sowie die Grundwasser- und Umweltbelastung”, so Hellmich weiter.
Das fast einstündige Gespräch mit Vertretern des Brandenburgischen Umweltamtes bei der Übergabe der Unterschriften wurde von den Mitgliedern der Anwohnerinitiative als „konstruktiv“ bezeichnet. Eine endgültige Entscheidung zur Genehmigung der industriellen Mastanlage stehe immer noch aus, heißt es in einer Pressemitteilung.
Derzeit würden alle Unterlagen und Stellungnahmen eingehend geprüft, versicherten die beiden Vertreter der Genehmigungsbehörde. „Wir werden weiter für den Schutz unserer Umwelt kämpfen“, kündigen Hellmich und Ewald stellvertretend für die Initiative an.