Frankfurt/Oder (gla). Zum zwanzigsten Mal fördert die Sparkasse Oder-Spree Frankfurts Schuldnerberatungsstellen.

Harald Schmidt vom Vorstand der Sparkasse Oder-Spree überreichte den Schuldnerberatungsstellen der Frankfurter Arbeitsloseninitiative und der Wichern Diakonie Spenden von jeweils 10.000 Euro. Im Namen der Arbeitsloseninitiative nahm Silvia Krauß und für die Wichern Diakonie Reiner Hempe die Fördermittel symbolisch in Empfang. Es ist das zwanzigste Mal, dass soziale Schuldnerberatung auf diese Weise gefördert wird. Seit 1997 hat die Sparkasse Oder-Spree den beiden Frankfurter Einrichtungen insgesamt 370.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Landkreis Oder-Spree setzt sie sich für vier weitere ein.
Silvia Krauß dankte der Sparkasse und auch der Stadt, die durch den Beigeordneten Jens-Marcel Ullrich vertreten wurde, für ihre Unterstützung: „Nicht alle Städte stehen hinter ihren Schuldnerberatungsstellen“. Ullrich versprach, die Stadtverwaltung werde den Vereinen trotz der aktuellen Haushaltsdebatte weiterhin beistehen. „Das Land hält uns da ein bisschen kurz“, kritisierte der Beigeordnete. „Als Stadt sind wir auch abhängig vom Wohlwollen anderer, und das ist momentan nicht erkennbar“.
Matthias Kube, Vorstand der Wichern Diakonie begrüßte ebenfalls die Unterstützung. Wider seiner Erwartungen seien Kürzungen im Sozialbereich bisher ausgeblieben. „Ich glaube, wir haben hier in Frankfurt einige stürmische Zeiten vor uns“, befürchtet Kube bezüglich der von der Landesregierung geplanten Einkreisung. Er hofft, dass der Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters nicht zu viel zerbrochenes Porzellan hinterlässt. „Die Stadt wird schlechter gemacht als sie ist“, kommentierte der Wichern-Vorstand gewisse Wahlkampfäußerungen.