Ratzdorf (hn). Sportlich ging es auf der Jahreshauptversammlung des Armbrust- und Bogenschützenvereins Ratzdorf zu.

Die Ratzdorfer Kegler hatten den Schützen Vereinsheim und Trainingsstätte zur Verfügung gestellt, wofür sich Vereinsvorsitzender Frank Straße im Namen seiner Mitstreiter herzlich bedankte.
Hinter den „leisen” Schützen liegt wieder ein erfolgreiches Sportjahr. Besonders Frank Straße hatte es im wahrsten Sinne des Wortes „gut getroffen”. Neben Wettkämpfen stand auch die Teilnahme an diversen Veranstaltungen auf dem Plan, so zum Beispiel am Naturparkfest an der Wagenburg, dem Dorffest in Groß Muckrow, am Festumzug anlässlich des Brandenburger Dorf- und Erntefestes in Neuzelle, zur 70-Jahr-Feier des Sportvereins Wellmitz, an verschiedenen Betriebsfesten und anderen.
Neben den traditionellen Wettkämpfen zu Halloween in Glauchau und der Naturschützen in Lychen, nahm Frank Straße erstmalig an der Europameisterschaft in Oberwiesenthal teil und wurde mit 530 von 600 Punkten 90. von 120 Teilnehmern in seiner Gruppe. Also, reingeschnuppert und mit neuen Trainingszielen für das nächste Mal. „Die Wettkämpfe dauerten vom 18. bis 22. Juni”, berichtete der Vereinsvorsitzende. Es musste rund um den Fichtelberg und bis hinein ins Tschechische ein Parcours mit 32 Zielen, alles Plastiktiere von Eule bis Reh, die im Abstand von 18 bis 54 Metern entlang des Parcours aufgestellt waren, absolviert werden. Im November fand das Vereinsturnier statt, worin Frank Straße in der Disziplin Bogen und Michael Göldner in der Disziplin Armbrust siegten.
Aus den erwirtschafteten Geldern wurden die traditionelle Sommerparty und die Weihnachtsfeier finanziert sowie neue Plastiktiere als Ziele und eine Kinderarmbrust angeschafft.
Als Neuer trug sich Horst Gillet (69) aus Lawitz in diesem Jahr in die Mitgliederliste des Vereins ein. Den Entschluss, es mit dem Bogensport zu versuchen, fasste er, als er im OderlandSpiegel las, dass Bogensport eine ideale Rückenschule sei. Viele Jahre an Rückenschmerzen leidend und immer von Schmerztabletten abhängig, sah er darin den rettenden Strohhalm, den es zu ergreifen galt. „Ich lag ein Vierteljahr im Krankenhaus und habe den Artikel gelesen”, erinnerte er sich, „da dachte ich, ich sollte nach Ratzdorf fahren, um zu sehen, was das für ein Verein ist und ob man mir dort helfen kann”. Bereits nach den ersten Übungen stellte er eine wohltuende Wirkung im Bereich der Nacken-, Rücken- und Beinmuskulatur fest. Insbesondere die Rückenmuskulatur festigte sich und stabilisierte damit die Wirbelsäule, so dass im Laufe der Zeit die Schmerzen weitestgehend verschwanden und auch die Tabletten abgesetzt werden konnten. „Ich danke dem Verein, dass er so viel für mich getan hat, mich schnell aufnahm und mir alle wichtigen Informationen gab”, so Gillet. „Ich fühle mich im Verein sehr wohl und bin dankbar dafür, dass sich meine Gesundheit so schnell besserte.” Nun freut er sich über eine neue Lebensqualität und ein neues Lebensgefühl, betont dabei auch, dass alles mit seinen Ärzten abgesprochen ist.
„Die Möglichkeit, sich über den Bogensport als Rückenschule informieren zu lassen, nutzten noch einige weitere Interessenten”, sagte Frank Straße. „Das kostete uns viel Zeit, und sie wurden nicht mehr gesehen.” Deshalb werden künftige Beratungen gegen einen kleinen Obolus für die Vereinskasse durchgeführt.
Mit einem tollen Buffet, gezaubert von Diana Straße, Kegelwettbewerben und Musik von Ricarda Reschke am Akkordeon und Til Slupecki endete die Jahreshauptversammlung kurz vor Weihnachten in später Abendstunde.