Frankfurt/Oder (gla). Im Kleist Forum gedachten über 100 Frankfurterinnen und Frankfurter am 27. Januar der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Im Publikum befanden sich Mitglieder der jüdischen, evangelischen und katholischen Gemeinden, der Stadtverwaltung und fast aller politischen Parteien. Wolfgang Neumann, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung betonte die Einheit von Gedenken, Ehren, Erinnern und Mahnen. Kritik übte er an der AfD, deren Fraktionsvorsitzender die Judenverfolgung der Nazizeit als „Vogelschiss“ bezeichnet hatte. „Das ist kein Ausrutscher“, befürchtet Neumann. Der Vorsitzende des ökumenischen Rates Matthias Reumann hielt eine Andacht. „Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden“, zitierte er aus der Bibel. Zum Schluss wurde das Kaddisch gebetet und die Anne-Frank-Ausstellung eröffnet, die noch bis 12. März 2019 im Kleist Forum zu sehen ist.