Müncheberg (eb/gla). In der Stadtpfarrkirche wird eine neue Ausstellung eröffnet.

Am Donnerstag, 9. August 2018 ist um 19 Uhr Vernissage einer neuen Ausstellung mit Malerei der Berliner Künstlerin Lili Sommerwind. Für die musikalische Begleitung in der Stadtpfarrkirche sorgt Wolfgang Ohmer. Die Laudatio hält Andreas Bauschke.
„Man sagt der Technik des Aquarells nach, sie sei die Königin der Malerei“, sagt Andreas Bauschke. „In der Tat, dem Schaffenden ist sie eine strenge Gebieterin. Ihre strahlende Farbigkeit erschließt sie nur dem, der sich ihr behutsam nähert. Dem Ungestümen, dem Hascher nach schnellen Effekten, verweigert sie sich, lässt ihn eiskalt zurück, im Sumpf des Kitsches, des Ungenügens. Für die Berliner Malerin Lili Sommerwind ist all das eine Herausforderung, Aquarellmalerei in provozierend neuartiger Weise zu inszenieren. Allein ihre stattlichen Kartonformate sind ein entschlossenes Wagnis, das keinerlei Flucht in handliche Wohnzimmer-Beschaulichkeit zulässt. Virtuos bedient sie übergroße Pinsel und Airbrush-Pipette, lässt aus Strudeln lichtstärkster Farbtöne Ozeane, Horizonte, Gebirge, Ebenen, Wolken und Atmosphären entstehen. Anders jedoch als in ihren ebenso großformatigen Fineliner-Zeichnungen (Landschaften ohne wenn und aber), wird in Lili Sommerwinds Malerei die Landschaft nie benennbar konkret: Das Meer in mir hat keinen Namen. Land und Wasser, Himmel und Erde sind nur noch letzte begriffliche Rettungsanker des Betrachters, kurz vor seinem visuellen Sprung in den Kosmos reiner, farbiger Energie.“
Die Künstlerin wird bei Eröffnung anwesend sein. Die Ausstellung ist bis 14. Oktober 2018 zu sehen.