Frankfurt/Oder (gla). Drei Mitglieder des Bundestags besuchten die Oberschule Ulrich von Hutten.

Schon in der vorigen Legislaturperiode trafen sich Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Martin Patzelt (CDU) und Thomas Nord (Die Linke) mit Schülerinnen und Schülern mehrerer Frankfurter Bildungseinrichtungen. „Wir wollen das Projekt fortführen, weil wir immer wieder feststellen, dass die Jugendlichen über Politik diskutieren wollen“, sagt Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen. Die Oberschule Ulrich von Hutten ist seit Beginn des Projekts dabei, wie auch das Gauß- und das Städtische Gymnasium.
Beim Besuch der Oberschule am vergangenen Mittwoch stellten sich die Abgeordneten kurz vor. „Ich bin in der DDR geboren, bin in der SED politisiert worden“, erzählte Thomas Nord. Der 60-Jährige ist neben seiner Arbeit im Bundestag auch Kreisvorsitzender seiner Partei.
Annalena Baerbock erinnerte sich daran, wie tief sie die Öffnung der deutsch-polnischen Grenze bewegt hatte. „Mir ist Frankfurt (Oder) ans Herz gewachsen“, so die gebürtige Hannoveranerin.
„So verschieden, wie wir sind, wir drei, so sehr sind wir uns einig, dass wir das Haus der Demokratie erhalten müssen“, begründete Martin Patzelt die gemeinsamen Auftritte der drei Mitglieder des Bundestags.
31 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen und die Politiklehrerin Ellen Janar nahmen an der Diskussionsrunde teil. Sie stellten Fragen zu Themen wie Umweltschutz, Altersarmut, Obergrenzen für Einwanderung, Verschleierung und Terrorismus. Die Problematik des so genannten „Mobbing“ lag einigen der Jugendlichen besonders am Herzen.
Im Anschluss an den Besuch zeigte sich Annalena Baerbock zuversichtlich, dass das Projekt Früchte trägt. Die Grünen-Chefin sprach sich für eine Abschaffung des Kooperationsverbots aus, so dass der Bund stärker zur Finanzierung von Schulen beitragen kann: „Aus meiner Sicht ist Bildung eines der kostbarsten Güter unserer Gesellschaft.“