Frankfurt/Oder (gla). Zu Beginn der Schulferien gab die Industrie- und Handelskammer (IHK)?Auskunft über Ausbildungsplätze.

Bisher wurden in diesem Jahr knapp 600 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das wären 40 Prozent der in diesem Jahr erwarteten Zahl, informierte Michael Völker, IHK-Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung während einer Pressekonferenz. Er sagte, es sei „nicht realistisch, dass alle Plätze belegt werden“. Dafür gäbe es in der Region zu wenige Jugendliche. Aber es bestehe die Möglichkeit, dass der eine oder andere, der ein Studium oder soziales Jahr geplant hatte, sich doch noch für eine Ausbildung entscheidet. Deshalb lassen viele Unternehmen den Bewerbungsprozess lang offen. Auch sind viele Firmen flexibler geworden, was die Schulnoten betrifft, und beurteilen Bewerber zunehmend nach ihrer Motivation.
„Die Möglichkeiten, in Unternehmen zu bleiben, sind besser als je zuvor“, so Völker. Im vergangenen Jahr wurden 70 Prozent der Ausgebildeten übernommen. 2017 gibt es im Landkreis Oder-Spree noch 162 freie Plätze, in Märkisch-Oderland 131 und in Frankfurt (Oder) 64. Besonders hoher Bedarf an Auszubildenden besteht in der Elektrobranche, aber auch in der Gastronomie, im Verkehrs- und im Transportwesen. Inzwischen schaffen einige Unternehmen zusätzliche Anreize, um Auszubildende zu gewinnen. Solche Anreize können Zuschüsse für Fahrtkosten, übertarifliche Ausbildungsvergütung, Benutzung von Firmenwagen oder spezielle Projekte sein, welche die Ausbildung abwechslungsreicher gestalten.
„Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit, um sich beruflich zu orientieren und in den Berufsalltag reinzuschnuppern“, sagte Völker. Dazu müssen Jugendliche mindestens 15 Jahre alt sein. Kurzfristige Ferienjob sind für den Arbeitgeber meist sozialversicherungsfrei. Die Gesundheit einschränkende oder gefährliche Tätigkeiten dürfen nicht als Ferienjobs angeboten werden. Auch Schülerpraktika bezeichnete Völker als gute Möglichkeit der Berufsorientierung.
Die IHK sucht ständig Prüfer und Prüfungsaufsichten. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, aber es gibt ein kleine Aufwandsentschädigung. Während Prüfer berufliche Expertise mitbringen müssen, ist das bei Prüfungsaufsichten nicht notwendig. „Wer Interesse hat, soll sich bei mir melden“, teilt Michael Völker mit. Er ist unter der Rufnummer 0335 / 56 21 15 00 oder per E-Mail an die Adresse voelker@ihk-ostbrandenburg.de zu erreichen.