Ostbrandenburg (geh). Beim 10. Tag der Ausbildung konnten sich künftige Schulabgängerinnen und Schulabgänger über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Kreisverwaltung informieren.

Wie es ist, wenn es ernst wird, konnten 60 junge Leute erfahren, die an Probeeinstellungstests teilnahmen. Die wurden vom Team des Niederlausitzer Studieninstituts (NLSI) organisiert. In dieser Institution werden alle künftigen Verwaltungsfachangestellten der Region ausgebildet.
„Abgefragt wurden bei den Tests unter anderem logisches Denken und Abstraktionsfähigkeit sowie die Beherrschung der Sprache und die Merkfähigkeit. Ebenso gehörten Testaufgaben zur Überprüfung des Leistungs- und Konzentrationsvermögens dazu”, erklärt Evelyn Stöwer vom NSLI.
Während bei den Aufgaben zum Leistungsvermögen eine ganze Reihe von Rechenaufgaben zu bewältigen waren, mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Tests zur Sprachbeherrschung feine Unterschiede im Bedeutungsgehalt einzelner Wörter erfassen können.
Aber auch Fragen zur Allgemeinbildung mussten beantwortet werden. Gute Chancen auf das Bestehen hatte, wer wusste, wann der Erste Weltkrieg begann, wie hoch der Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel in Deutschland ist oder wer die Vertrauensfrage im Bundestag stellen kann.
„Die breite Abfrage an Allgemeinbildung und sprachlichem Geschick mag für Außenstehende auf den ersten Blick etwas zu weit für eine Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung erscheinen”, so Evelyn Stöwer. Doch beim genaueren Hinsehen werde deutlich, dass es sich beim Verwaltungsfachangestellten um einen sehr anspruchsvollen Beruf handele. Evelyn Stöwer: „Nach ihrer Ausbildung müssen Verwaltungsfachangestellte schließlich in der Lage sein, rechtssichere Auskünfte zu geben und Bescheide zu schreiben”.