Frankfurt/Oder (kel). Hinter Erdbeeren und Süßkirschen wurde über den  pro agro - Erlebnismarkt informiert. Er findet zum 12. Mal auf dem Hansestadtfest „Bunter Hering“ statt.

In der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße präsentieren 20 Unternehmen aus dem Umland von Frankfurt und aus ganz Brandenburg regionale Produkte des Handwerks und der Landwirtschaft. Backwaren, Obst, Gemüse, Wein, Fleisch, Bier können gekostet werden. Ganz nach dem Motto des pro agro – Jahresthemas „Ein reich gedeckter Tisch – Willkommen im Schlaraffenland Brandenburg“. Der Frankfurter Obstbauer Raik Neumann beteiligt sich schon seit mehreren Jahren am Erlebnismarkt. Er brachte die Erdbeeren und Süßkirschen zur Informationsveranstaltung mit. Regionales Obst wird er auch auf dem Markt anbieten. Gleichzeitig können bei ihm wieder Kirschkerne weit gespuckt werden. „Der Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke liegt mit rund 15 Metern in der Spitzengruppe“, sagte Neumann.
Auf seinem Bauernhof vergeht ihm jedoch häufig das Lachen. Die Abnahmepreise des Großhandels lägen weit unter den realen Preisen, klagte er. Schuld hätte zum Teil der Mindestlohn. Raik Rückwold, Geschäftsführer von pro agro, will Brandenburgs Obstbauern bei der Bewältigung ihrer Probleme unterstützen. Sein Verband verhandelt zurzeit mit dem Großhandel über ehrliche Preise und Kennzeichnung regionaler Produkte. „Einfach ist es nicht“, gestand er. Auf dem Markt präsentieren sich erstmals Frankfurter Ortsteile. Sie wollen selbst gestaltete Strohpuppen mitbringen. Auch moderne Traktoren sollen vorgeführt werden. „Für Stadtmenschen bestimmt ein besonderes Erlebnis“, sagte Lutz Schröder von der Peter Clausen Landtechnik. Er will selbst die großen Ungetüme fahren. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm rundet den Erlebnismarkt ab.