Eisenhüttenstadt (hn). Seit einer Woche und noch bis zum 25. März stellt die Berliner Malerin Gabriele L. Gabriel in der Städtischen Galerie aus.

„Im Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung befindet sich ein großes Wandbild des Malers Fred Thieler“, erklärte Museumsleiter Hartmut Preuß. „Fred Thieler ist der Vater von Gabriele Gabriel.“ Im Jahr 2016 ist dieses Bild in einer gemeinsamen Initiative von Sparkasse Oder-Spree und Stadt Eisenhüttenstadt in die Kunstsammlung gelangt und hat im Sitzungssaal seinen Platz gefunden. Als Gabriele Gabriel Eisenhüttenstadt besuchte, um das Gemälde ihres Vaters in Augenschein zu nehmen, wurde die Idee geboren, eine Autorenausstellung mit ihren Arbeiten im Museum zu organisieren.
„Von Anfang an spürte ich das große Interesse der Malerin an unserer Stadt“, so Preuß, „und das ist auch der Grund, warum in dieser Ausstellung so viele Eisenhüttenstädter Motive zu finden sind“. So kommen in den Bildern viele Verbindungen zwischen Berlin und Eisenhüttenstadt zum Ausdruck. Als Beispiel nannte er ein Bild des sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Tiergarten. Dieses Ehrenmal besteht aus Granitsteinen, die 1945 in Fürstenberg gefunden und nach Berlin transportiert wurden.
Bezug nehmend auf ein Bild, das das Reichstagsgebäude darstellt, erinnerte Hartmut Preuß daran, dass der Verhüllungskünstler Christo nicht hätte aktiv werden können, wenn es keine stabilisierende und die Plane beschwerende Stahlkonstruktion aus dem Eisenhüttenstädter Werk gegeben hätte.
Diese erste Ausstellung von Gabriele Gabriel im Landkreis Oder-Spree soll nun ein Einstieg in eine weitere künstlerische Zusammenarbeit mit dem Landkreis sein, und zusammen mit ihren Arbeiten sind auch Arbeiten von Künstlern des ehemaligen Verbandes Bildender Künstler der DDR aus dem Bezirk Frankfurt (Oder) zu sehen.
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende von 13 bis 17 Uhr geöffnet.