Frankfurt/Oder (gla). Finanzminister Christian Görke machte einen Arbeitsbesuch.

„Ich war heute zu Besuch, weil wir hier einen Strukturbaustein in der Region haben“, erklärte der brandenburgische Minister während eines Pressegesprächs im Finanzamt. Über 300 Menschen arbeiten in der Frankfurter Behörde. Ein Thema des Arbeitsbesuchs war der Abschluss der Fusion mit Fürstenwalde. Für einige Beschäftigte hat sich dadurch der Arbeitsweg verlängert, aber Görke findet es wichtig, „dass im Oberzentrum der Staat Präsenz zeigt.“ Ungefähr zehn Prozent des Steueraufkommens im Land Brandenburg gehen durch das Frankfurter Finanzamt. Das zweite Hauptthema seines Arbeitsbesuchs erwähnte Görke gleich danach: „Wir brauchen Nachwuchs.“ Landesweit werden über 110 Bewerber für die Ausbildung zum Finanzwirt und das duale Studium zum Diplom-Finanzwirt gesucht, ergänzt die Vorsteherin des Finanzamts Gabriele Bosse. Grund seien viele altersbedingte Abgänge. „Wir bieten auch Praktika an in den Schulferien“, sagt Bosse. „Jeder ist willkommen, der Abitur hat“, versicherte der Finanzminister. „Ohne Moos ist auch nichts los. Wir sind die, die das Geld erheben, was andere ausgeben wollen.“
Zuvor hatte Görke den Olympiastützpunkt und die Sportschule besucht, um sich die Bau- und Sanierungsarbeiten anzusehen. Die Landesregierung stellt dort 4 Millionen Euro zusätzlich bereit. Görke freut sich, „dass die Stadt so schnell Eigenanteile und Baugenehmigung bereit gestellt hat“.
Behauptungen von Gewerkschaftern, das Land stecke kein Geld in öffentlichen Nahverkehr, wies der Linke zurück. Mit DGB-Boss Sebastian Walter habe der Minister wegen solcher Äußerungen bereits ein ernstes Wort gesprochen. Die Regierung helfe regelmäßig bei der Finanzierung, obwohl das nicht ihre Aufgabe ist, sondern die der Kommunen.