Eisenhüttenstadt (hn). Brandenburgs Finanzminister Christian Görke besuchte das Ankunftszentrum, eine Bundesbehörde in der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt.

Ziel seines Besuchs anfang Juli war, sich über die Struktur und Arbeit im Ankunftszentrum, dessen Aufgabe darin besteht, Asylbewerbern mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anerkennung die schnelle Integration zu ermöglichen, zu informieren.
Im Mittelpunkt des Interesses von Minister Görke standen Fragen zur zeitnahen und nachhaltigen Integration der Betreffenen, um sie schneller von Hilfeempfängern zu Steuerzahlern werden zu lassen und damit die Landesfinanzen zu entlasten. Nachdem Bund und Länder im vorigen Jahr von der Flüchtlingswelle überrollt wurden, sahen sich die betreffenden Ämter der Aufgabe gegenüber gestellt, neue Formen der zwischenbehördlichen Zusammenarbeit und der Erfassung der Flüchtlinge zu entwickeln. Als Ergebnis dieser Aktivitäten entstand das Ankunftszentrum in Eisenhüttenstadt, dessen Arbeit gewährleisten soll, dass die Flüchtlinge spätestens nach sechs Wochen erfahren, ob ihr Asyl genehmigt wird. Dabei gibt es enge Verflechtungen zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit.
Gleich nach der Ankunft in Eisenhüttenstadt werden die Geflüchteten bezüglich ihrer Herkunft und erkennungsdienstlich erfasst, um festzustellen, welche Chancen sie im Asylverfahren haben. Asylbewerber aus Ländern mit einer hohen Anerkennungsquote dürfen auf ein beschleunigtes Verfahren hoffen. Dabei wird überprüft, ob sie bereits in anderen Ländern registriert wurden.
Jene, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bleiben dürfen, erfahren in einem Tageskurs alles über Verhalten, Sitten und Normen in Deutschland, ihre Bildung und Ausbildung werden geprüft und sie bezüglich ihrer Sprachkenntnisse getestet. Danach beginnen für die Männer und Frauen die Deutschkurse und Unternehmen haben die Möglichkeit, mit Hilfe der Bundesagentur für Arbeit, Ausschau nach geeigneten Mitarbeitern zu halten und gegebenenfalls Qualifizierungsmaßnahmen einzuleiten.