Frankfurt/Oder (gla). Brandenburgs Ministerpräsident ließ sich durch die Europa-Universität Viadrina führen.

Pünktlich traf die Wagenkolonne vor dem Auditorium Maximum ein. Dr. Dietmar Woidke und seine bewaffneten Personenschützer stiegen aus. Auf dem Campus begrüßten ihn im Namen der Universität deren Präsident Professor Dr. Alexander Wöll, die Vizepräsidenten Janine Nuyken und Professor Dr. Stephan Kudert und die Leiterin der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Michaela Grün. Auch Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke hieß das Landesoberhaupt in der kreisfreien Stadt willkommen.
Gemeinsam führten die Universitätsvertreter Woidke und Begleitung durch die alte Mensa und erklärten die Pläne für den Umbau zu einem „Coworking Space“. Dieser kombinierte Begegnungs- und Lernraum soll Studenten die Möglichkeit geben, zusammen zu lernen und an Projekten zu arbeiten. Dazu muss die alte Mensa saniert werden. Kudert sprach an, dass die Universität zu diesem Zweck Fördergelder des Landes gut gebrauchen könnte. Der Ministerpräsident vertröstete ihn auf das Jahr 2020.
Weiterhin besichtigte Woidke die Ausstellung „Was macht die Kunst, Frankfurt (Oder)?“ und die Universitätsbibliothek, bevor er sich zu einem Gespräch mit zwölf Studenten traf. Mit ihnen unterhielt sich der SPD-Politiker über ihre Herkunftsländer, aber auch über Probleme der Universität, etwa den hohen Anteil an Berlin-Pendlern und die Abwanderung von Absolventen. „Frankfurt kann mit dem Kulturangebot, das zum Beispiel Berlin hat, nicht mithalten“, sagte Dietmar Woidke.
Bei Ideen für eine Aufwertung des Europaplatzes kamen erneut fehlende Fördermittel zur Sprache. Es gäbe Mittel vom Bund und von der Stadt, aber keine aus Potsdam. „Es fehlt ein Baustein, der vom Land kommen müsste“, beklagte Frankfurts Oberbürgermeister.