Frankfurt/Oder (gla). Eine neue Bürgerinitiative setzt sich für den Ziegenwerder ein.

„Wir werden es genauso machen wie beim Lennépark“, sagte Frank Fröhlich bei der Gründungsveranstaltung im Bolfrashaus. Er und Martin Lebrenz, die sich im Tourismusverein schon seit langem für den Ziegenwerder engagieren, haben die neue Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Eines ihrer Ziele ist, Paten und Sponsoren für verschiedene Objekte auf der Insel zu finden. „Wir wollen nicht nur eine Bürgerinitiative gründen, die permanent über den Ziegenwerder rennt und den Müll aufsammelt“, so Fröhlich. „Das große Problem auf dem Ziegenwerder ist Ordnung und Sicherheit.“ Als Beispiel nannte er die Oderstelen, von denen eine verschwunden ist.
Nach dem Vorbild der Bürgerinitiative Lennépark soll für den Ziegenwerder ein Spendenkonto angelegt werden. Nach einiger Diskussion erwägten die Gründer aber auch, das Konto des Tourismusvereins dafür zu nutzen. Dieser will dieses Jahr die Gemeinnützigkeit beantragen, und kann dann Spendenbescheinigungen ausstellen.
Die Bürgerinitiative Ziegenwerder wird eng mit dem Grünflächenamt und dem neuen Pächter des Biergartens zusammenarbeiten. Der seit langem leer stehende Inselbiergarten soll diesen Sommer wieder eröffnet werden. Geplant war der 1. Juli. Dieser Termin verschiebt sich aufgrund des akuten Handwerkermangels, teilte der Pächter Michael Katzke mit. Nichtsdestotrotz sind bereits einige Veranstaltungen auf der Insel vorgesehen. So werden Service-Clubs von beiden Seiten der Oder Anfang Juli ein neues Spielgerät einweihen. Das Theater des Lachens führte an drei Tagen das Stück „La Luna – Eine Reise zum Mond“ auf. Im August zeigt das Kleine Kino wieder Filme unter freiem Himmel.
Für alle Veranstaltungen auf dem Ziegenwerder ist eine Genehmigung der Stadt notwendig. „Zum Schluss ist es immer noch eine kommunale Fläche“, erklärte Dorit Bunk vom Grünflächenamt, die bei der Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiatve war und ihre Unterstützung versprach. Gebühren verlangt die Stadt allerdings nicht. Frank Fröhlich geht davon aus, dass die Bürgerinitiative 15 bis 20 Mitglieder haben wird und sich alle zwei Monate trifft.