Eisenhüttenstadt (eb/gla). Die Stadt bietet der Motorrad-Marke Harley Davidson einen Standort an.

Einen entsprechenden Einladungsbrief an die Konzernzentrale nach Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin in den Vereinigten Staaten von Amerika unterschrieb jetzt Bürgermeister Frank Balzer. „Wir haben eine Infrastruktur für die Industrie hier vor Ort, die auch für einen Hersteller wie Harley Davidson hervorragende Bedingungen bietet“, sagte Frank Balzer. Eisenhüttenstadt biete hier ideale Bedingungen, schreibt Frank Balzer an Harley Davidson.
Der Leiter für Wirtschaftsmanagement der Stadt, Frank-Uwe Gerlach, fügte hinzu, dass Eisenhüttenstadt für die Produktion des Motorrads gut vorbereitete und entwickelte industrielle Voraussetzungen bereithält. Die Stadt biete kurze Wege über die Schiene, die Straße oder das Wasser nach Berlin oder in andere Metropolen. Auch in das nahe Polen sei es nicht weit, einem Hauptabnehmerland der Marke in Osteuropa.
Hintergrund der Einladung an Harley Davidson ist der Handelskonflikt. Die Motorradmarke Harley Davidson überlegt wegen der drohenden Zölle auf US-Importe auf Motorräder aus den USA große Teile der Produktion nach Europa auszulagern oder gar ganz zu verlegen. Die Zölle sind eine Reaktion der Europäischen Union auf die so genannten Strafzölle auf Industrieprodukte aus Europa in die USA wie etwa Personenkraftwagen und andere technologische Produkte, nach den Zöllen auf Stahl und Aluminium.