Frankfurt/Oder (daf). Der Geschäftsführer der Preussenglas GmbH Norbert Schenk lud den CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Patzelt in seine Hallen ein.

Nach einer persönlichen Vorstellungsrunde zeigte Norbert Schenk Martin Patzelt stolz seine Firma. In dem Firmenrundgang war vor allem die neue Schneideanlage, die 2012 von der Enkelin des Geschäftsführers, Amelie, getauft wurde, der Hingucker.
Als „angewandte Physik im Glas” bezeichnete der Firmengründer seine Arbeit vor Ort. Im weiteren Verlauf des Rundgangs konnte sich der CDU-Abgeordnete unter anderem ein Bild von den Produktionsschritten hin zur isolierten Scheibe machen.
Natürlich berichtete der ambitionierte Unternehmer auch über seine zukünftigen Vorhaben und Investitionen. Jedoch stößt er dabei auf Probleme. Das erste Problem stellt die unzureichende Breitbandversorgung dar. Mit gerade einmal 1 MBit pro Sekunde ist die Geschwindigkeit viel zu gering. Aber eine schnelle Leitung ist für Norbert Schenk von hoher Bedeutung, wenn er doch eine neue Isolierglasfertigungsanlage errichten will. Weshalb ein schnelles Internet so wichtig ist, ist leicht erklärt. Das liegt daran, dass die Anlagen mit dem Hersteller über die Datenleitungen verbunden sind und Fachleute Probleme gleich vom Computer aus lösen können. Das ist mit einer Datenleitung von gerade einmal 1 MBit aber kaum stemmbar. „Die Digitalisierung der Wirtschaft wird für mich zur Falle”, fasste Norbert Schenk das Problem treffend zusammen. Gespräche mit den zuständigen Kommunikationsunternehmen verliefen ohne Resultate.
Das ist aber nicht die einzige Investition, die sich der Familienvater in den Kopf gesetzt hat. Auch eine millionenschwere Anlagentechnik zum Härten und Biegen von Glas soll angeschafft werden. Da diese Anlage Glas bei fast 1.000 Grad Celsius heißer Luft bearbeitet, muss die Luft natürlich sauber sein. Hierzu muss eine Filteranlage konzeptioniert werden. Dazu sind Feinstaubanalysen notwendig. Informationen vom Landesumweltamt oder von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt erhält er aber nicht. Eine eigene Analyse würde jedoch bis zu 60.000 Euro kosten.
Nicht nur, dass der Geschäftsführer seine Firma, die er 1992 gegründet hat, weiterentwickeln und auf dem neuesten technologischen Stand hieven möchte: „Wir müssen von allem das Beste haben.” Auch bis zu 150 zusätzliche Arbeitsplätze könnten mit den Neuinvestitionen generiert werden. Doch dies alles ist nun in der Schwebe. Zwar würde ein neuer Standort mit den neuen Maschinen in Eisenhüttenstadt eine Alternative darstellen, jedoch ist dies nicht die gewünschte erste Option des Unternehmers.
Martin Patzelt, der doch sehr erstaunt und beeindruckt vom Lebenslauf und den Zukunftsvisionen des Firmeninhabers war, konnte zwar keine Versprechen erteilen, aber er schaut nun, ob er Norbert Schenk weiterhelfen kann. Für die Einladung bedankte er sich, so wie sich der Firmengründer für das Erscheinen des CDU-Bundestagsabgeordneten bedankte.