Letschin (eb/geh). Die für den Bereich Pflege und Senioren zuständige Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Roswitha Schier besuchte gemeinsam mit ihrer Fraktionskollegin Kristy Augustin das Pflegeheim „Haus Hanna” in Letschin.

Roswitha Schier, die derzeit durch alle Landkreise in Brandenburg tourt, möchte von den Einrichtungsleitern und Mitarbeitern mehr zur aktuellen Situation in der Pflege, ihren Forderungen und Wünschen hören. Die gesammelten Eindrücke werden ausgewertet und am Ende des Jahres während einer Veranstaltung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn präsentiert.
In Letschin traf Roswitha Schier auf eine - wie sie fand - ganz besondere Einrichtung. Das Haus Hanna, das zum Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin gehört, ist in Letschin der größte Arbeitgeber. Die Geschäftsführerin des Diakonissenhauses Bereich Altenpflege, Pia Reisert und Einrichtungsleiterin Ines Holeschak berichteten von ihrer Situation und stellten Roswitha Schier und Kristy Augustin die Arbeit des Unternehmensverbundes und konkrete Umsetzungen im „Haus Hanna” vor. Ebenso dabei war die Vorsitzende des Gemeindeseniorenbeirates Evelin Miethke, die die Arbeit des Hauses seit langem begleitet.
Durch die bereits besuchten Einrichtungen konnte Roswitha Schier schon erste Vergleiche ziehen und war erstaunt, dass ausreichend dauerhaft angestelltes Personal im „Haus Hanna” vorhanden ist und auch der Nachwuchs derzeit nicht fehlt. Beeindruckt war sie vom Projekt „Jung und Alt”, das wieder dafür gesorgt hat, dass Auszubildende im „Haus Hanna” ihre Lehre machen können. Durch die Kooperation mit der Schule lernen die Schülerinnen und Schüler frühzeitig die Einrichtung kennen und absolvieren gern Schulpraktika in der Altenpflegeeinrichtung. So fanden sich auch rasch Interessierte für eine entsprechende Ausbildung. Pia Reisert lobte ihre Einrichtung in Letschin. Dass der besondere Einsatz der Leitung im „Haus Hanna”, die Lage im Oderbruch und der familiäre Umgang das Pflegeheim von einigen weiteren Einrichtungen unterscheiden, machte sie deutlich. Dass es dennoch Herausforderungen und Probleme in der Altenpflege gibt, konnte sie bestätigen. Bei allem Stolz auf die Arbeit und Ideen in der Letschiner Einrichtung fehlt es an Bundes- aber auch Landes-Regelungen für die Arbeit in der Altenpflege, die den Einsatz von Kräften flexibler machen würden. Derzeit seien Fachkräfte für Tätigkeiten gebunden, die auch durch Helfer umgesetzt werden könnten. Hier weiter nach praxistauglichen Umsetzungen zu suchen, war ihre Bitte an Roswitha Schier und Kristy Augustin.
Das Fazit des Tages für alle aber blieb, dass die Einrichtung „Haus Hanna” ein Vorzeigeobjekt ist. Der Einrichtungsleiterin Ines Holeschak war die Freude über so viel Lob anzusehen.