Eisenhüttenstadt (eb/gla). Immer wieder ist die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber Schauplatz tätlicher Auseinandersetzungen.

Meist handelt es sich um Konflikte  zwischen Bewohnern. Bei einer mehrstündigen Massenschlägerei in der Nacht zum Montag wurden nun auch herbeigerufene Polizisten angegriffen.
Nach der Auseinandersetzung mussten vier Georgier und ein Sudanese schwer verletzt im Krankenhaus behandelt werden. Zerschlagene Fenster und ein aus dem Haus geworfener Kühlschrank waren außerdem die Folge. Am Montagabend rückte die Polizei nochmals mit zehn Mannschaftswagen zu einer Razzia an. Acht Personen aus dem Sudan, Tschad und Kenia wurden bereits vorläufig festgenommen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs schließt sich an.
„Das sind für mich unhaltbare Zustände, wenn Staatsorganen wie der Polizei kein Respekt gezollt wird und sie sogar angegriffen werden“, teilt der brandenburgische CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Gliese mit. „Hier wiegt es für mich noch schwerer, weil die Täter unter dem Vorwand in unser Land kamen, Schutz zu suchen. Seinem Gastgeber gegenüber, der einen menschenwürdig unterbringt und umfassend versorgt, auch mit Geldmitteln, benimmt man sich nicht so. Hier erwarte ich tadelloses Verhalten. Die Großzügigkeit ihrer Aufnahme  und Versorgung unseres Landes haben diese Gewalttäter wortwörtlich mit Füßen getreten. Ihr Asylrecht haben die Aggressoren damit für mich verwirkt. Eine etwaige Integration ist hier schon im Keim erstickt worden, von vornherein gescheitert“, führt der CDU-Abgeordnete aus.
Gliese dankt den Beamten für ihren beherzten Einsatz, übt aber auch Kritik am Asylrecht und Verfahren: „Und dennoch  ist es leider Fakt, und das macht viele Bürger und auch integrierte und gesetzestreue Ausländer wütend, dass solche Ermittlungsverfahren grundsätzlich keinen Einfluss auf das weitere Asylverfahren haben. Es läuft wie gehabt weiter. Für Kriminelle darf es kein Asyl geben, zu dieser Meinung stehe ich. Das Verfahren sollte bei rechtskräftig verurteilten kriminellen Asylbewerbern gleich eingestellt werden beziehungsweise negativ beschieden werden. Bereits anerkannten Flüchtlingen, die kriminell werden, sollte der Flüchtlings- und Aufenthaltsstatus entzogen werden. Es kann nicht sein, dass Deutschland zum Hort für ausländische Kriminelle wird und wir diese Feinde unserer Rechtsordnung auch noch weiter beherbergen und alimentieren. Wir haben bereits genügend eigene Kriminelle im Land, müssen keine neuen importieren. Das ist gegen jeden gesunden Menschenverstand. Die Herkunftsländer müssen auch stärker unter Druck gesetzt werden, ihre eigenen Staatsbürger zurückzunehmen. Auch hier passiert zu wenig“, schließt Andreas Gliese.