Coschen (hn). Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder des Coschener Sportvereins zu ihrer Jahreshauptversammlung und gleichzeitig zur Weihnachtsfeier.

Während der Versammlung wurde der neue Vorstand vorgestellt und der langjährige Vorsitzende Gerd Liebenau einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Jörg Mosig, im November 2016 neu gewählter Vereinschef, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und berichtete über die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres. Zu den Höhepunkten zählte da neben dem Aufstieg in die Kreisliga das Turnier mit Fußballfreunden aus der polnischen Nachbargemeinde Chlebowo am 1. Juli, das allen Beteiligten viel Spaß bereitete. Der Plan, gleichzeitig ein Sportfest für das ganze Dorf zu veranstalten, ging mangels Interesses leider nicht auf, so dass die Fußballmannschaften und die Zuschauer aus Chlebowo weitestgehend unter sich blieben.
Was die Sportfreunde seit 2015 zunehmend belastet, sind die erfolgten Einbrüche in das Sportlerheim. In diesem Jahr waren es bereits fünf, davon drei während des verlängerten Oktoberwochenendes, wobei auch reichlich Inventar zu Schaden kam. Nun wird über eine engere Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei und über technische Sicherungsmaßnahmen am Gebäude zu sprechen sein.
Erfreut zeigte Mosig sich darüber, dass die Coschener Fußballmannschaft seit September in der Kreisliga spielt. „Ich denke, vom Leistungsniveau her müsste das zu schaffen sein”, zeigte er sich optimistisch mit dem Verweis darauf, dass in der Rückrunde weitaus mehr möglich sein sollte. Bezüglich der künftigen Beitragskassierung warb der Vereinsvorsitzende darum, in das Lastschriftverfahren einzuwilligen, denn das manuelle Kassieren, wie es bisher üblich war, sei mit einem großen Aufwand verbunden.
Im dritten Tagesordnungspunkt ging es um die Wahl von Gerd Liebenau zum Ehrenvorsitzenden. Von 1983 bis September 2016 war er selbst Vereinsvorsitzender, erwarb in dieser Tätigkeit große Verdienste um die Sportförderung in Coschen und darüber hinaus. „Es zeugt auch von großem Vertrauen der Vereinsmitglieder, wenn jemand über so lange Zeit immer wieder gewählt wird”, erklärte Jörg Mosig. Und: „Gerd, du musst also alles richtig gemacht haben”.
Mitte der 70er Jahre begann Liebenau selbst, Fußball zu spielen, wechselte kurzzeitig von Coschen nach Groß Breesen, „besann” sich dann aber, kehrte zurück und wurde in der Saison 1979/80 Vorstandsmitglied. Unter seiner Führung entstanden 1987 der Kabinentrakt und 1992/93 das Sportlerheim, das durch einen Anbau im Jahr 2002 zur Gaststätte wurde. Nach der Eröffnung der Neißebrücke entwickelten sich enge sportliche Kontakte zur Gemeinde Chlebowo, die mit gegenseitigen Besuchen aufrecht erhalten werden.
Gerd Liebenau nahm die Wahl gern an und versprach, den neuen Vorstand mit seinen Erfahrungen zu unterstützen. Als Höhepunkt des Abends überreichte Jörg Mosig seinem Vorgänger die Goldene Ehrennadel des Kreissportbundes als Auszeichnung für die geleistete Arbeit.