Eisenhüttenstadt (daf). Bürgermeisterin Dagmar Püschel hat gegen die geplante Kreisgebietsreform unterschrieben.

Der Verein „Bürgernahes Brandenburg“, gegründet von den Parteien CDU, BVB/Freie Wähler und FDP des Landes Brandenburg, sammelt nun schon seit 1. November 2016 Unterschriften gegen die Kreisgebietsreform. Auf einer der Listen hat sich nun auch Eisenhüttenstadts Bürgermeisterin Dagmar Püschel verewigt. Im Beisein von Andreas Gliese, Mitglied des Landtages für die CDU, unterstützt Dagmar Püschel diese Aktion.
Sie selbst kenne „keinen, der Fan dieser jetzigen Reform” ist. Andreas Gliese sehe in der Kreisgebietsreform „viel Bürgerfeindliches”. Unter anderem erkenne er in der erhöhten Kreisumlage, der schwindenen Bürgernähe oder auch in den unterschiedlichen Belangen zwischen der Stadt Frankfurt (Oder) und dem aufnehmenden Landkreis Oder-Spree, Reizpunkte. Dieser Anstieg der Kreisumlage „wäre auch für die Stadt Eisenhüttenstadt eine Katastrophe”, so die Meinung der Bürgermeisterin. Außerdem habe Dagmar Püschel das Gefühl, dass Entscheidungen oberhalb von Kreisverwaltungen nicht immer zugunsten der Bürgerinnen und Bürger getroffen werden - so ihre kritische Anspielung in Richtung Landesregierung.
Ebenso wenig verstehe die Bürgermeisterin die Einkreisung der drei noch kreisfreien Städte Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder). Denn nur durch Einkreisung werden keine Städte gestärkt. Vor allem Frankfurt (Oder) mit der Europa-Universität Viadrina „als Leuchtturm sollte doch gestützt werden”, fordert die Bürgermeisterin.
Aber auch die strukturellen und finanziellen Probleme der Stadt Frankfurt (Oder) liegen der Bürgermeisterin und dem Landtagsabgeordneten schwer im Magen. Der Landkreis Oder-Spree müsste diese hochverschuldete Stadt nach der Einkreisung aufnehmen, befürchten beide. Gliese sagte: „Frankfurt (Oder) wird nicht gesund gemacht. Am Ende sind alle krank”.