Frankfurt/Oder (geh). Runden Geburtstag feierte das Ensemble der Oderhähne. Das Kabarett gibt es nun schon seit vierzig Jahren.

„Wir haben schon immer gern lachend die dreckige Wäsche der Gesellschaft gewaschen.” Wolfgang Flieder bot während der Jubiläumsgala im Saal des Kleist Forums das, was die vielen Besucherinnen und Besucher von ihm erwarteten: bestes Kabarett. Seit Jahren ist er Chef bei den Oderhähnen und kennt sich mit dessen Geschichte richtig gut aus.
Auf großer Bühne berichtete er den Gästen, wie vor vierzig Jahren alles begann. Als Feierabendbrigade „Lach mit” trafen sich die Oderhähne am Anfang in den Räumen einer Wäscherei. Später durften sie auf der Bühne des Theatercafés proben. Sie kamen so gut an, dass „das Theater neidisch wurde”. Im Laufe der Jahre gab es einen Zusammenschluss mit dem Kleist-Theater, später die Umformierung zum Städtischen Kabarett.
Seit 1991 agieren die Oderhähne in einem selbstständigen Verein. „Seitdem sind wir für die Stadt ein einziger Sozialfall”, klagte Wolfgang Flieder mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Aber irgendwie ging und geht es immer weiter. Sein Dank galt den Frankfurterinnen und Frankfurtern, die 2011 in nur drei Wochen 3.000 Unterschriften für den Erhalt des Kabaretts leisteten.
Gemeinsam mit den Oderhähnen feierten 600 Gäste vor der Bühne und prominente Gratulierende auf der Bühne das Jubiläume. Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke war der Erste, der Wolfgang Flieder auf der Bühne die Hand schüttelte. Es folgten Ralf Richter, Tatjana Meissner, Dagmar Gelbke, die Costa Divas, das Duo Schwarze Grütze, Lothar Bölck und Wolfgang Stumph, die ohne Gage auftraten, so dass nach der Gala Geld an den Verein Löwenkinder gespendet werden konnte.