Eisenhüttenstadt (hn). Das Mobile Schülerlabor „Science on Tour” des Zentrums für Studierendengewinnung und Studienvorbereitung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) machte  am Albert-Schweitzer-Gymnasium Halt.

Den Elftklässlern wurde angewandte Wissenschaft demonstriert. Die Versuche aus dem Lehr- und Forschungsbereich der BTU sind für Schulklassen der Sekundarstufe II entwickelt und können kostenfrei gebucht werden. Unterstützt werden soll damit die frühzeitige berufliche Orientierung der Schüler.
Für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums standen zwei interessante Versuche auf dem Programm, die interdisziplinäres Denken in Biologie, Chemie und Physik erforderten, wobei es so manchem gar nicht so leicht fiel, Wissen aus unterschiedlichen Fächern kreativ unter einen Hut zu bringen.
Der Bau einer Farbstoffsolarzelle (Graetzelzelle) nach dem Prinzip der Photosynthese begann mit dem Herauswaschen des Chlorophylls aus einem Hibiskusblatt und endete mit der Berechnung der elektrischen Leistung, die diese Zelle abgibt. Schließlich kam es zum Zusammenschalten aller Zellen zum Betreiben einer kleinen Box. Im Experiment „DNA-Fingerprinting” ging es um den Vergleich von DNA-Proben aus einem fiktiven Tatort und dem Ermitteln eines Täters anhand der Proben.
„Das Besondere unseres Labors besteht darin, dass wir mobil sind und zu den Schulen fahren können”, erklärte Toni Luge, Mitarbeiter des Mobilen Schülerlabors. „Die Lehrer buchen bei uns die Versuche und wir kommen mit dem gesamten erforderlichen Equipment einschließlich Kitteln und Schutzbrillen angereist.”
Andererseits sei es auch möglich, neue Versuche vorzuschlagen, die dann in einer Machbarkeitsanalyse auf ihre Realisierbarkeit geprüft und, wenn möglich, zur Experimentalphase entwickelt werden.
Gegenwärtig umfasst das Programm etwa 20 Versuche und Projekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Informatik und Sport, die auf der Website www.b-tu.de/scienceontour eingesehen und gebucht werden können.