Ostbrandenburg (geh). Justizminister Stefan Ludwig hat Gisela Thaeren-Daig die Ernennungsurkunde für das Amt der Vizepräsidentin des Brandenburgischen Oberlandesgerichts überreicht.

Damit verfügt das Obergericht nach langer Vakanz wieder über eine Vizepräsidentin. Ludwig zeigt sich sehr erfreut über die erfolgreiche Beendigung des langen Besetzungsverfahrens. Er betonte: „Frau Thaeren-Daig ist eine fachlich anerkannte, hochqualifizierte und persönlich sehr geschätzte Richterin. Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen und erfolgreichen Tätigkeit als Vorsitzende Richterin verfügt sie in besonderem Maße über die für ihr neues Amt erforderlichen Erfahrungen. Ich bin sehr optimistisch, dass sie dem amtierenden Präsidenten des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, Klaus-Christoph Clavée, erfolgreich zur Seite stehen wird. Das Gericht ist in der Führungsspitze nunmehr hervorragend aufgestellt“.
Gisela Thaeren-Daig wurde 1955 in der Eifel geboren. Sie ist verheiratet. Von 1974 bis 1979 studierte Thaeren-Daig Rechtswissenschaften in Bonn und Tübingen. Nach dem Referendariat trat sie 1982 in den richterlichen Probedienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein und wurde 1986 zur Richterin ernannt. Bereits 1993 wandte sich Gisela Thaeren-Daig dem Land Brandenburg zu und war im Wege der Abordnung zunächst für einige Monate am Bezirksgericht Potsdam und danach bis 1995 am Landgericht Neuruppin im Jugendstrafrecht und im Strafvollstreckungsrecht tätig.
Es folgten Tätigkeiten am Landgericht Neuruppin und am Oberlandesgericht. Seit Mai 2011 war die Juristin auch mit der Wahrnehmung der Aufgaben der Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts betraut, nur unterbrochen durch einen kurzen Zeitraum im Jahr 2015, in dem sie die Aufgaben der Präsidentin des Oberlandesgerichts wahrnahm.