Ostbrandenburg (eb/geh). Die ostdeutschen Bundesländer und Berlin wollen die sich mit der Digitalisierung bietenden Chancen nutzen, um die hinsichtlich der Wirtschaftskraft und der Lebensverhältnisse bestehende Kluft zwischen alten und neuen Bundesländern spürbar zu verringern.

Das ist das Ergebnis des 2. Ostdeutschen Wirtschaftsforums in Bad Saarow. Es wurde intensiv über ein Memorandum diskutiert, das konkrete Handlungsempfehlungen gibt, wie die ostdeutschen Bundesländer zum Vorreiter der Digitalisierung in Deutschland werden können. Spitzenpolitiker aus den neuen Bundesländern und Berlin unterstützten das Memorandum und bekannten sich dazu, die Digitalisierung entschlossen für den Aufholprozess nutzen zu wollen. Michael Müller (SPD), amtierender Bundesratspräsident und Regierender Bürgermeister von Berlin sagte: „Die digitale Wende ist da. Sie bietet eine Riesenchance, die Zukunftsfragen zu beantworten. Diese Chance sollten wir nutzen“. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke): „Es ist gut, dass das Ostdeutsche Wirtschaftsforum das Thema Digitalisierung in den Mittelpunkt gestellt hat. Die Thesen des Memorandums halte ich für zielführend“. Martin Dulig (SPD), stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister in Sachsen sagte: „Wir ostdeutschen Länder arbeiten bereits in vielen Bereichen zusammen. Wir wollen gemeinsam zu den führenden Regionen bei der Digitalisierung werden.“ Auch die Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (Thüringen), Harry Glawe (Mecklenburg-Vorpommern), Albrecht Gerber (Brandenburg) und Prof. Dr. Armin Willingmann (Sachsen-Anhalt) nahmen teil.
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum ist die einzige umfassende Netzwerkplattform für Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft aus den neuen Ländern und Berlin.